Neuer Vorsitzender der Anrufungsstelle stellte sich Interessenverbänden vor


Der neue Vorsitzende der Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle NRW, Herr Oberstaatsanwalt a.D. Robert Deller, stellte sich gestern den Verbänden vor. Dazu hatte die Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses bei der Bezirksregierung Köln alle Interessenverbände der vom Bergbau betroffenen Bürger im Rheinischen Revier in das Ständehaus des Rheinkreises Neuss in Grevenbroich eingeladen.

Der Braunkohlenausschuss wählte Herrn Deller in seiner letzten Sitzung am 22. Juni 2015 einstimmig für diese Legislaturperiode als Vorsitzenden der Anrufungsstelle. Er beschloss zudem die Geschäftsstelle der Anrufungsstelle von der Bezirksregierung Köln auf den Rhein-Kreis Neuss zu verlagern.

Nach Diskussion mit den Vertretern der beiden anwesenden Interessenverbände, dem Verein bergbaugeschädigter Haus- und Grundeigentümer e.V. und dem Verein Bürger gegen Bergschäden e.V., konnte das Benehmen mit der Entscheidung des Braunkohlenausschusses festgestellt werden. Anschließend besichtigten alle Anwesenden die neuen Räumlichkeiten der Geschäftsstelle der Anrufungsstelle Bergschäden, die sich allerdings noch im Umbau befinden. Der offizielle Einzug ist für den 1. September 2015 geplant.

Das hindert den neuen Vorsitzenden nicht daran, laufende Verfahren schon vorher fortzuführen. "Ich arbeite mich derzeit in die Verfahren ein und beabsichtige, spätestens Anfang August die ersten Verfahren zu terminieren und weiter zu führen. Dafür werde ich vor Ort auf die Gemeinden zugehen und die Termine in Räumlichkeiten der Gemeinden machen. Es ist mir wichtig, dass wir keinen Stillstand in der Verfahrensbearbeitung haben“, erklärte Herr Deller.