Bezirksregierung reagiert auf illegale Straßenrennen


Die Bezirksregierung Köln hat heute in einer Rundverfügung an die Straßenverkehrsbehörden im Regierungsbezirk klargestellt, dass Teilnehmer von illegalen Straßenrennen unbedingt auf ihre Fahrtauglichkeit überprüft werden sollten. Dies gilt für den Fahrer, aber auch für den Beifahrer. Damit reagiert die Bezirksregierung Köln auf die verbotenen Rennen der vergangenen Monate. Durch eine Teilnahme an illegalen Straßenrennen bestehen erhebliche Zweifel an der Eignung von Fahrer und Beifahrer zum Führen eines Kraftfahrzeugs. Deshalb sollten die Straßenverkehrsbehörden im Anschluss an die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen auch medizinisch-psychologische Gutachten anordnen.

Straßenrennen sind in Deutschland nach der Straßenverkehrsordnung verboten. Fahrern und auch Beifahrern drohen 400,- Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot. Hinzu kommen zwei Punkte ins Fahreignungsregister in Flensburg. Ob Fahrer oder Beifahrer, wer an illegalen Straßenrennen teilnimmt, begeht einen erheblichen Verstoß gegen Verkehrsvorschriften. Die Teilnahme an verbotenen Straßenrennen lässt laut Rechtsprechung darauf schließen, dass der Fahrzeugführer sowohl sein Fahrzeug als auch die Straße zweckentfremdet benutzt und dabei Leib und Leben anderer Verkehrsteilnehmer in ganz erheblichem Maße in Gefahr bringt. Zweifel an der charakterlichen Eignung sind begründet. Die Anordnung zur Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens ist daher bei Teilnahme an illegalen Kraftfahrzeugrennen in der Regel angezeigt. Alle Fahrerlaubnisbehörden sollten in jedem ihnen bekanntgewordenen Bußgeldverfahren die Vorgaben der Fahrerlaubnisverordnung konsequent und zeitnah umsetzen.