Notunterkunft für Flüchtlinge in Leverkusen


Die Bezirksregierung Köln hat am Dienstag die Stadt Leverkusen gebeten, bis zum Abend eine Unterkunft für 100 Flüchtlinge bereitzustellen. Die Stadt reagierte sofort und stellte innerhalb weniger Stunden in einem Schulgebäude in der Görresstraße die notwendigen Schlafplätze zur Verfügung. Die Stadt Leverkusen betreut die Notunterkunft, die für drei Wochen vorgesehen ist. „Hut ab vor so viel Hilfsbereitschaft und Engagement aller Beteiligten. Die Unterstützung der Kommune ist eine wichtige Stütze. Deshalb danke ich der Stadt Leverkusen für die schnelle und unbürokratische Hilfe,“ erklärte der stellvertretende Regierungspräsident Wilhelm Steitz.

Aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen waren Anfang der Woche die landesweiten Regelplätze und Notunterkünfte des Landes belegt. Deshalb hatte das Ministerium für Inneres und Kommunales die Bezirksregierungen aufgefordert, kurzfristig weitere Flüchtlingsunterkünfte einzurichten. Innerhalb weniger Tage konnten dadurch die Plätze um mehr als 2000 aufgestockt werden, so dass rund 17.000 Flüchtlinge in den Landeseinrichtungen aufgenommen werden können. Dennoch steigt die Zahl der hilfesuchenden Flüchtlinge stetig. Mit 9.500 Asylsuchenden war der Juni bereits ein Rekordmonat. Im Juli trafen bislang jede Woche rund 5.000 Flüchtlinge in NRW ein. „Mir ist bewusst, dass wir sehr kurzfristig um Unterstützung bitten mussten. Dennoch ist die Hilfsbereitschaft der Kommunen enorm - die humanitäre Hilfe im Kölner Regierungsbezirk funktioniert“, betont Herr Steitz. „Wir können aber nicht ausschließen, dass wir den Kommunen weiterhin nahezu Unmögliches abverlangen müssen, um Flüchtlinge vor Obdachlosigkeit zu schützen.“