Bezirksregierung Köln dankt Stadt Aachen


Die Stadt Aachen hat innerhalb weniger Stunden Räume im Inda-Gymnasium zur Verfügung gestellt, um 300 Flüchtlingen eine Unterkunft bieten zu können. Die Notunterkunft ist bis zum Ende der Sommerferien vorgesehen und wird von der Malteser Diözese Köln betreut. Die Bezirksregierung Köln hatte die Stadt am Montag gebeten, bis zum Abend 150 Flüchtlinge und am Dienstag nochmals 150 Flüchtlinge aufzunehmen. „Dank der schnellen Hilfe der Kommune konnten alle Menschen sicher untergebracht werden. Das zeigt, dass in Aachen die richtigen Menschen am richtigen Platz sind, um Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Chapeau! - vor so viel Hilfsbereitschaft und Engagement aller Beteiligten,“ bedankte sich der stellvertretende Regierungspräsident Wilhelm Steitz.

Aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen waren Anfang der Woche die landesweiten Regelplätze und Notunterkünfte des Landes belegt. Deshalb hatte das Ministerium für Inneres und Kommunales die Bezirksregierungen aufgefordert, kurzfristig weitere Flüchtlingsunterkünfte einzurichten. Innerhalb weniger Tage konnten dadurch die Plätze um mehr als 2000 aufgestockt werden, so dass rund 17.000 Flüchtlinge in den Landeseinrichtungen aufgenommen werden können. Dennoch steigt die Zahl der hilfesuchenden Flüchtlinge stetig. Mit 9.500 Asylsuchenden war der Juni bereits ein Rekordmonat. Im Juli trafen bislang jede Woche rund 5.000 Flüchtlinge in NRW ein. „Mir ist bewusst, dass wir sehr kurzfristig um Unterstützung bitten mussten. Dennoch ist die Hilfsbereitschaft der Kommunen enorm - die humanitäre Hilfe im Kölner Regierungsbezirk funktioniert“, betont Herr Steitz. „Wir können aber nicht ausschließen, dass wir den Kommunen weiterhin nahezu Unmögliches abverlangen müssen, um Flüchtlinge vor Obdachlosigkeit zu schützen.“