Menschen sind im Kölner Flüchtlingsdorf willkommen


Das Flüchtlingsdorf in Köln-Chorweiler ist fast fertig gestellt und kann rund 14 Tage nach Beginn der Aufbauarbeiten in den nächsten Tagen von den ersten Bewohnern bezogen werden. Über 400 Helferinnen und Helfer haben 18 Zelthallen errichtet und eine Infrastruktur geschaffen, damit rund 900 Menschen dort Zuflucht finden. „Nur mit der unermüdlichen Hilfe der Menschen vom Technischen Hilfswerk und der Unterstützung der Johanniter mit viel Zeit und Kraft war der Aufbau in dieser kurzen Zeit möglich. Ein riesiges Danke an alle Teams“, lobte Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Die Johanniter betreuen derzeit in NRW 26 Zentrale Unterbringungseinrichtungen und Notunterkünfte mit rund 7.500 Betreuungsplätzen. Seit Herbst 2014 haben die Johanniter in NRW weit über 30.000 Menschen betreut, die aus ihrer Heimat vor Gewalt, Not und Unterdrückung fliehen mussten. Rund 70.000 Stunden ehrenamtlichen Engagements kamen so zusammen; hinzu kommen ungezählte Stunden von hauptamtlichen Mitarbeitern. Kirsten Hols, Mitglied im Landesvorstand: „Mit viel Einsatz, guter Organisation und vor allem professioneller und zugewandter Betreuung werden wir alles daran setzen, den Aufenthalt der Menschen im Zeltdorf so angenehm wie möglich zu machen.“

Die Bezirksregierung Köln hat für das Kölner Flüchtlingsdorf einen Twitter-Account eingerichtet, unter dem künftig der Spendenbedarf in Echtzeit eingestellt werden kann. „Das ehrenamtliche Engagement und die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sind unglaublich hoch. Auch wir wollen noch mehr helfen und möchten über Twitter @RefugeesRPKoeln, erreichen, dass die Hilfe gezielter dort ankommt, wo sie benötigt wird“, erklärt die Regierungspräsidentin. Gesellschaftsspiele für Kinder, Bobycars oder Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache – Menschen, die helfen oder spenden möchten, erfahren über Twitter, was in der Flüchtlingsunterkunft aktuell benötigt wird.