Europaweite Mobilität in der Berufsausbildung wird deutlich einfacher


„Die Rückmeldung der Projektpartner ist eindeutig positiv. Praktika in ganz Europa werden zukünftig deutlich einfacher zu organisieren sein“, freute sich Hartmut Müller, Leiter der EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung. Rund 80 Vertreter aus Schulen, Betrieben, Institutionen sowie Industrie und Handelskammern waren am Dienstag zur Ergebnispräsentation des Leonardo da Vinci Innovationstransferprojektes „THEME“ in der Bezirksregierung Köln angereist. Mit Gästen aus Finnland, Slowenien, Italien, Spanien und den Niederlanden kamen dabei rund die Hälfte der Teilnehmer aus dem Ausland.

Zusammen mit elf europäischen Partnern aus sieben verschiedenen Ländern wurden, unter Leitung der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Köln, Lernergebnisse in den Berufsbereichen Mechatronik, Elektrotechnik, Außenhandel und dem Gastgewerbe in einer Kompetenzmatrix beschrieben. Vor allem aber wurde eine umfangreiche Datenbank entwickelt, die die notwendigen Instrumente zur Organisation beruflicher Mobilität im Ausland bereitstellt und damit die europäische Qualitätssicherung ECVET gewährleistet.

128 Auszubildende, Betriebe und Berufskollegs entwickelten und testeten zwei Jahre lang die Projekt-Instrumente. Am Ende stand fest, dass sich der Aufwand gelohnt hat. 48 europäische Berufsqualifikationen können in den Kompetenzmatrizen abgebildet werden und stehen zur Vereinbarung der Praktikumsinhalte zur Verfügung. Sie regeln damit einen einheitlichen Ausbildungsstandard.

„Auslandspraktika in der Berufsbildung verankern - Qualität sichern mit digitalen Instrumenten“ unter diesem Motto sollen Auslandsaufenthalte gesteigert und vereinfacht werden.