Flüchtlingsunterkunft auf Schelde-Gelände in Vogelsang


Die Bezirksregierung Köln plant in den leerstehenden Gebäuden auf der sogenannten Schelde in Vogelsang eine Unterkunft für Flüchtlinge zu errichten. Die 23 Bauten sind erdgeschossig, verfügen über eigene Ölheizungen und können bis zu 900 Flüchtlingen eine vorübergehende Bleibe bieten. Dies ist das Ergebnis von gemeinsamen Gesprächen und Ortsbesichtigungen, die Vertreter der Bezirksregierung Köln, des Kreises Euskirchen, der Bundesanstalt für Immobilien, des Deutschen Roten Kreuzes und der Standortentwicklungsgesellschaft in den vergangenen Tagen durchgeführt haben. Das Gelände befindet sich im Besitz der Bundesanstalt für Immobilien und soll dem Land zur Miete überlassen werden.

Das Deutsche Rote Kreuz hat bereits seine Bereitschaft signalisiert, als Betreiber tätig zu werden. Damit das Projekt kurzfristig umgesetzt werden kann, finden derzeit baufachliche Untersuchungen und Bewertungen der Gebäude statt. Da die Bauten rund 10 Jahre nicht genutzt worden sind, müssen diese zunächst instand gesetzt werden. Ein Brandschutzkonzept muss erarbeitet und umgesetzt, die Nasszellen ertüchtigt bzw. nachgerüstet werden. Es ist geplant, die Gebäude in mehreren Bauabschnitten fertig zu stellen. Nach Bezug der ersten Häuser erhalten die Bewohner die Möglichkeit, sich bei der Herrichtung der weiteren Häuser handwerklich einzubringen. Die umliegenden Kommunen sind stündlich mit dem ÖPNV zu erreichen.