Effektiver Hochwasserschutz durch frühzeitige Erkennung und Verringerung der Risiken


Die Bezirksregierung Köln hat heute auf einer Abschlussveranstaltung die ersten Ergebnisse der europäischen Richtlinie zum Hochwasserrisiko-Management vorgestellt. Nach dem Ende der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Überarbeitung der Dokumente erhielten Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft und Verbänden einen Ausblick auf die weiteren Schritte zur Umsetzung der Richtlinie.

Ziele der Richtlinie sind die frühzeitige Erkennung und die nachhaltige Verringerung von Hochwasserrisiken. Die Risiken werden dabei in vier „Schutzgüter“ unterteilt: Gesundheit, Umwelt, Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeit. Die Europäische Union hat dazu mit dem „Hochwasserrisikomanagement“ einen neuen Begriff verbindlich eingeführt.

Auf regionaler Ebene sollen dabei verschiedene Disziplinen wie Wasserwirtschaft, Raumplanung, Bauleitplanung, Ver- und Entsorgung, Denkmalschutz, Katastrophenschutz und Wirtschaft in einem kontinuierlichen Prozess enger zusammenarbeiten und gemeinsam ein Maßnahmenpaket schnüren. Das Ergebnis ist der sogenannte Hochwasserrisikomanagementplan.

Auf Grundlage der durch die Bezirksregierung Köln erarbeiteten Hochwassergefahren- und -risikokarten haben die Kommunen und Verbände Maßnahmen erarbeitet, die in die Hochwasserrisikopläne aufgenommen wurden und in einem weiteren Schritt (2016 bis 2021) umzusetzen sind. Die Pläne werden Ende Dezember 2015 veröffentlicht.