Öffentliche Belobigung für Helden des Alltags


v.l.: Darwish Abdo, Katrin Schürg, Berit Mügge, Abteilungsleiterin BR Köln Sigrun Köhle und Thorsten Achterberg

v.l.: Darwish Abdo, Katrin Schürg, Berit Mügge, Abteilungsleiterin BR Köln Sigrun Köhle und Thorsten Achterberg

Das Foto darf nur in Verbindung mit dieser Pressemitteilung genutzt werden.

Die Bezirksregierung Köln zeichnete gestern Berit Mügge, Katrin Schürg, Darwish Abdo und Thorsten Achterberg aus. Im Namen der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen wurde ihnen für ihre Rettungstaten eine öffentliche Belobigung ausgesprochen.

Am Abend des 10. Februar 2015 brach eine 76jährige Teilnehmerin während einer Sportveranstaltung in Lohmar bewusstlos zusammen. Die Übungsleiterinnen Berit Mügge und Katrin Schürg leiteten umgehend erste Hilfemaßnahmen ein und brachten die Frau in die stabile Seitenlage. Der Hausmeister Darwish Abdo alarmierte zwischenzeitlich den Rettungsdienst. Als die drei Helfer bei der 76jährigen Frau keine Atmung und Puls feststellten, begannen sie sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Mit Hilfe eines Defibrillators und weiterer Beatmung und Herzdruckmassage konnte die Frau wiederbelebt werden und bis zum Eintreffen der Notärztin stabil gehalten werden.

Aufgrund eines Herzstillstands verlor in Aachen am 16. September 2014 ein Mann die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen einen Ampelmast. Zum gleichen Zeitpunkt befand sich Thorsten Achterberg in seinem LKW direkt dahinter und beobachtete den Unfall. Sofort rief er den Notruf und eilte zur Unglücksstelle. Das Unfallopfer war nur kurz ansprechbar und verlor danach das Bewusstsein. Nachdem auch kein Puls mehr zu tasten war, bargen Herr Achterberg und ein weiterer Helfer den Bewusstlosen aus seinem PKW. Mit einem Beatmungsbeutel begann Thorsten Achterberg mit den ersten Hilfemaßnahmen. Gleichzeitig übernahmen zwei weitere Helfer aus dem Kreis der anwesenden Polizeibeamten und Soldaten abwechselnd die Herzdruckmassage bis der Notarzt eintraf.

In beiden Fällen konnten die Geschädigten danach von den eingetroffenen Rettungskräften notärztlich versorgt und mit Krankenwagen in eine Klinik gebracht werden. Durch das couragierte und beherzte Eingreifen der Ersthelferinnen und -helfer wurden zwei Menschenleben gerettet. Bei der öffentlichen Belobigung stellten alle Beteiligten fest, dass eine „Ersthelfer-Ausbildung“ wichtig ist und Leben retten kann.