Thorsten Schumacher aus Eitorf erhält Rettungsmedaille


Ehefrau Christina, Thorsten Schumacher, Sigrun Köhle (Abteilungsdirektorin Bezirksregierung Köln)

Ehefrau Christina, Thorsten Schumacher, Sigrun Köhle (Abteilungsdirektorin Bezirksregierung Köln)

Das Foto darf nur in Verbindung mit dieser Pressemitteilung genutzt werden.

Die Bezirksregierung Köln zeichnete Thorsten Schumacher aus Eitorf für Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem schwerverletzten Autofahrer aus. Im Namen der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen wurde ihm dafür die Rettungsmedaille verliehen.

Am 14. Januar 2015 fuhr ein Fahrer mit seinem BMW auf der fünfspurigen BAB 4 zwischen der Anschlussstelle Köln-Poll und dem Autobahnkreuz Gremberg in Richtung Olpe plötzlich gegen die rechte Leitplanke. Das Fahrzeug prallte ab, rutschte über drei Fahrspuren gegen die Mittelleitplanke und blieb dort stehen. Thorsten Schumacher stellte sein Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand ab und riskierte sein eigenes Leben, als er über die Fahrbahn zu dem PKW lief und den schwerverletzten Fahrer aus dem Fahrzeug zog. Sofort begann er mit der Beatmung, während eine weitere Helferin eine Herzdruckmassage durchführte. Dadurch konnte der Verunglückte zunächst stabilisiert werden. Die eintreffenden Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten ins Krankenhaus, wo er leider kurz darauf verstarb.

Noch heute ist Thorsten Schumacher anzumerken, dass dieses Erlebnis nicht spurlos an ihm vorüber gegangen ist. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Christina ließ er den Unfallhergang Revue passieren und erklärte: „Wenn jeder so reagieren würde, wäre ich froh. Denn jeder von uns kann in so eine Situation geraten. Ich hoffe, dass mir jemand hilft, wenn ich mal Hilfe brauche. Eine schnelle Reaktion kann Leben retten!“