Hochwasserrisikomanagementpläne für Rhein und Maas veröffentlicht


Die Bezirksregierung Köln hat in den vergangenen sechs Jahren gemeinsam mit den Kommunen und Wasserverbänden im Regierungsbezirk sowie unter Beteiligung der Öffentlichkeit die Hochwasserrisikomanagementpläne Rhein und Maas erarbeitet. Diese Pläne werden heute veröffentlicht. Sie informieren über bestehende Hochwassergefahren und dokumentieren, was die beteiligten Akteure beitragen und zukünftig beitragen wollen, um Risiken aus Hochwasserereignissen zu verringern. Damit werden die seit vielen Jahren auf allen Ebenen des Landes bestehenden Aktivitäten zum Hochwasserschutz und zur Hochwasservorsorge fortgeführt und im Sinne eines umfassenden Managements zum Umgang mit den Risiken erweitert.

Der Gedanke und Begriff des "Hochwasserrisikomanagement" wurde durch die Europäische Union geprägt und in Form der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie verbindlich eingeführt. Entsprechend den Vorgaben der Richtlinie und des Wasserhaushaltsgesetzes wird nun alle sechs Jahre überprüft und festgehalten, wieweit die Umsetzung der Maßnahmen vorangeschritten ist und welche zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sind. Eine wichtige Grundlage zur Beurteilung der Risiken und Ermittlung des sich daraus ergebenden Handlungsbedarfs bilden die Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten. Sie dienen u.a. als Grundlage bei der Bauleitplanung oder der Gefahrenabwehr. Sie geben den Bürgerinnen und Bürgern Hinweise zur Betroffenheit bei Hochwasserereignissen und helfen Ihnen bei der Planung von organisatorischen oder baulichen Schutzmaßnahmen gegen Hochwasserschäden im Rahmen der Eigenvorsorge.

Detaillierte Informationen zu den geplanten, in Umsetzung befindlichen oder bereits umgesetzten Maßnahmen sind den Steckbriefen je Kommune zu entnehmen, die zusätzlich zu den Hochwasserrisikomanagementplänen erstellt worden sind. In den kommunalen Steckbriefen sind alle für das Gebiet der Kommune relevanten Maßnahmen enthalten. Aufgeführt sind dabei nicht nur Maßnahmen der Kommune selbst, sondern auch die des Landes (z. B. Erstellung von Broschüren) und anderer Akteure wie z. B. der Regionalplanung (Berücksichtigung der Hochwasservorsorge im Regionalplan).