Neues Waldwegenetz für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Forstwirtschaft


Ab Mitte März beginnt im Rahmen der Waldflurbereinigung Klüppelberg der Ausbau eines neu konzipierten Waldwegenetzes im Oberbergischen Kreis. Die Arbeiten erstrecken sich auf den Waldbereich zwischen den Ortschaften Dohrgaul, Hahnenberg, Wingenbach, Bengelshagen, Orbach, Vordermühle sowie Kahlscheuer. Ziel der Flurbereinigung ist eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Forstwirtschaft.

Je nach Witterung werden ab dem 14. März 4,5 Kilometer Waldwege in Schotterbauweise neu angelegt. Weitere 7,5 Kilometer des vorhandenen Wegenetzes stehen für einen Ausbau bereit und werden an das öffentliche Straßennetz angeschlossen. Zusätzlich entstehen 20 Holzlagerstreifen im Abstand von etwa 400 Metern. Zur Vorbereitung der Wegebauarbeiten wurden vor der Vogelbrut die Bäume in den neuen Wegetrassen gefällt. So wurde den Vorgaben des Landschafts- und Naturschutzes Rechnung getragen. Bei günstigen Wetterverhältnissen könnte das Bauvorhaben noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen. In den folgenden Jahren werden vor allem Nadelholzbestände im Bereich von Gewässerläufen und Quellen als Ausgleich für Natur und Landschaft in naturnahe Auenwälder umgewandelt.

Nachdem das neue Wegenetz hergestellt ist, werden die Grundstücke der beteiligten Eigentümer neu geordnet. So entstehen gut nutzbare vergrößerte Grundstücke wie auch Bewirtschaftungs-einheiten. In Einzelgesprächen nimmt die Bezirksregierung Köln hierfür vorweg die jeweiligen Abfindungswünsche aller Eigentümer im Flurbereinigungsgebiet entgegen. Das Ergebnis der Neuordnung wird im sogenannten Flurbereinigungsplan zusammengefasst und den Beteiligten bekannt gegeben.

Anlass für die Flurbereinigung sind erhebliche Strukturmängel im Waldbereich zwischen Dohrgaul und Sülz, die eine zeitgemäße und nachhaltige Fortbewirtschaftung erschweren. Die Bezirksregierung Köln hat daher im Jahr 2012 das etwa 213 Hektar große vereinfachte Flurbereinigungsverfahren Klüppelberg eingeleitet. Hierüber werden die Produktions- und Arbeitsbedingungen für eine nachhaltige wie auch wettbewerbsfähige Forstwirtschaft verbessert. So kann das neu konzipierte Wegenetz ab Ende 2016 zur Forstbewirtschaftung mit Lastkraftwagen genutzt werden. Die Besitzzersplitterung wird in einem nächsten Schritt durch eine wirtschaftliche und zweckmäßige Zusammenlegung behoben.