Bezirksregierung Köln startet Höhenmessungen im Ruhrgebiet


34 Messtrupps mit jeweils 3-4 Personen nehmen in der Zeit vom 4. April bis 13. Mai 2016 Höhenmessungen im Ruhrgebiet vor. Die Teams werden in dem Gebiet Wesel – Haltern – Hamm – Ahlen – Rhynern – Unna – Bochum - Duisburg die Höhen von rund 1430 Festpunkten auf circa 810 Kilometer Messweg neu bestimmen. Anschließend werden die Daten in einem aufwändigen Verfahren durch die Bezirksregierung Köln aufbereitet und berechnet. Die Informationen dienen zum Beispiel als Basis für das so genannte Grubenbild, mit dem die ermittelten Bodenbewegungen im Revier festgehalten werden.

Das „Leitnivellement Ruhrgebiet“ wird turnusmäßig alle 2 Jahre nach Ostern innerhalb von 6 Wochen durchgeführt. Bei den Arbeiten handelt es sich um präzise Höhenmessungen, die die bereits vorhandenen Daten des Höhenfestpunktfeldes der Region aktualisieren und verdichten. Die Höhenfestpunkte, auch Nivellementpunkte genannt, bilden die Grundlage für die Eintragung von Höhenangaben und die Darstellung von Geländeerhebungen in Landkarten und Lageplänen aller Art. Sie dienen zugleich als Ausgangspunkte für die verschiedenartigsten umweltbezogenen Feststellungen und Ermittlungen. Höhenmessungen dienen auch der Identifikation und Dokumentation von Bodenbewegungen in Bergbaugebieten und können damit einen Beitrag zur Schadensregulierung liefern.

Unter der Federführung der Bezirksregierung Köln, Abteilung Geobasis NRW – und der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung 6 – Bergbau und Energie in NRW – werden insgesamt 18 Stellen am Leitnivellement beteiligt sein: die Bezirksregierung Köln, 13 Kreise und Städte, die Ruhrkohle AG, der Landesbetrieb Straßen NRW in Hagen, das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich und das RWE Westfalen-Weser.