Landesunterkunft Ermekeilkaserne wird Erstaufnahmeeinrichtung


Ausbau auf rund 800 Plätze geplant

Die Bezirksregierung Köln baut die Flüchtlingsunterkunft in der Ermekeilkaserne in Bonn aus, so dass künftig die medizinische Erstversorgung, Registrierung, Aufnahme des Asylverfahrens und Verfahrensberatung an einem Standort stattfinden können. Damit wird die derzeitige Notunterkunft ab 1. Mai 2016 in eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) umgewandelt. Nach Abschluss der Arbeiten sollen voraussichtlich im Herbst dieses Jahres rund 800 Plätze zur Verfügung stehen.

Bereits in der nächsten Woche beginnt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seine Arbeit in Haus 2. Ab Mai 2016 kann die Zentrale Ausländerbehörde dort ebenfalls ihre Tätigkeit aufnehmen. Es ist geplant, dass die Flüchtlinge und Asylsuchenden im Laufe von einer Woche medizinisch erstversorgt, registriert wie auch erkennungsdienstlich behandelt werden. Zudem soll über einen Großteil der Asylanträge durch das Bundesamt bereits in dieser Zeit entschieden werden. Nach dem Aufenthalt in der EAE werden die Asylsuchenden dann entweder direkt in die Kommunen zugewiesen oder in einer andere Landesunterkunft untergebracht, um das weitere Asylverfahren durchlaufen zu können.

Derzeit erweitert die Bezirksregierung Köln die bestehenden Bauteile 4 und 7. Neben den bisherigen 350 Plätzen sollen voraussichtlich 450 weitere Plätze geschaffen werden. Nach der derzeitigen Regelung im Flüchtlingsaufnahmegesetz werden die in einer Erstaufnahmeeinrichtung vorgehaltenen Plätze mit einem Faktor von 1,3 auf das Kontingent der Standortkommune angerechnet.

Die Bezirksregierung Köln möchte die Bürgerinnen und Bürger über diese Planungen auch persönlich informieren. Deshalb wird es eine Bürgerinformationsveranstaltung geben. Hierzu wird gesondert eingeladen.