Besitzübergang im Flurbereinigungsverfahren Soller-Frangenheim


Das Flurbereinigungsverfahren Soller-Frangenheim in der Gemeinde Vettweiß tritt in eine entscheidende Phase. Die Bezirksregierung Köln hat als Flurbereinigungsbehörde In den Feldfluren die rund 450 Grenzsteine und Markierungspfähle mit den neuen Flurstücksnummern der neu geordneten Grundstücke gesetzt. Die Landwirte können spätestens im Herbst auf den neu zugeteilten Flächen wirtschaften.

Ziel der 2011 eingeleiteten Unternehmensflurbereinigung ist es, die für den Bau der Ortsumgehung Soller-Frangenheim und der Kurvenbegradigung Froitzheim benötigten Flächen ohne Flächenenteignungen bereitzustellen und die durch die Straße verursachten Eingriffe in die Eigentums- und Bewirtschaftungsstruktur auszugleichen. Die neue Straße durchschneidet vielfach die jetzigen Bewirtschaftungsflächen und das vorhandene Wegenetz.

Es ist gelungen, frühzeitig genügend und geeignetes Land für die Straße zu erwerben, das im Rahmen der Neuordnung im Flurbereinigungsverfahren jetzt in die Lage der Straßentrasse und der straßenbedingten Ausgleichsflächen verlegt wurde. Ebenso konnten überwiegend dauerhafte Nachteile in der Erreichbarkeit der Flächen und durch An- und Durchschneidungen verursachte Schäden in der Bewirtschaftung ausgeglichen werden. Hierzu war es notwendig, das Flurbereinigungsgebiet auf 335 Hektar Eigentumsflächen auszudehnen, wovon rund 100 Grundstückseigentümer betroffen sind.

Bevor eine Neuordnung der Eigentumsflächen erfolgte, wurden die Eigentümer im Herbst 2012 über ihre Wünsche für die neue Lage ihrer Flächenzuteilung befragt. Dies wurde ausgewertet und daraus übereinstimmend mit den weiteren Zielsetzungen eines Flurbereinigungsverfahrens ein Neuordnungsplan erarbeitet. Diese neue Flurstückeinteilung wurde jetzt in die Örtlichkeit übertragen und so markiert, dass der Besitzübergang in diese Flächen, in Abhängigkeit der Nutzungsart und der angebauten Feldfrüchte, zum Sommer/Herbst erfolgen kann.

Der Bauzeitenplan des Landesbetriebs Straßenbau NRW sieht vor, dass abgestimmt auf den Zeitpunkt des Besitzübergangs im Spätsommer dieses Jahres mit den Vorarbeiten zum Trassenausbau, wie Kampfmittelräumung, der archäologischen Untersuchungen sowie mit dem Landschaftsbau begonnen werden soll. Schon 2017 sollen die geplanten Bauwerke zur Über- oder Unterführung von Wegen und Gewässern errichtet werden. Gegen Ende 2017 soll mit dem Bau der neuen Wirtschaftswege sowie eines ersten Bauabschnittes der Neubaustrecke begonnen werden; ab 2018 soll der restliche Ausbau der neuen Trasse erfolgen.