Freie Bahn für Lachs und Co.


Die Bezirksregierung Köln genehmigt Arbeiten an der Fischaufstiegsanlage am Aggerwehr in Troisdorf. Ziel ist es, die Durchgängigkeit der Agger für Fische und andere Tiere wiederherzustellen. Der Aggerverband führt die Bauarbeiten am Wehr durch. Notwendig wurde die Maßnahme weil, im Laufe der Zeit die neun Jahre alte Fischtreppe mit Steinen und Sand so verstopft ist, dass kein Fisch mehr hindurchkommt. Die Lachse schwimmen, nachdem sie mehrere Jahre im Atlantik gelebt haben, von der Sieg in die Agger hinein. Die Laichplätze befinden sich im Mittel- und Oberlauf. Ohne menschliche Hilfe ist der Weg dorthin versperrt und ihre Reise endet in Troisdorf am Wehr. Der Fluss hat in Deutschland die größte Population an Wildlachsen.

Die Kammern der Anlage werden mit Baggern gereinigt. Weiterhin wird im Fluss eine Kiesbank verschoben, die den Fischen ebenso den Weg versperrt. Für die Arbeiten musste sich der Aggerverband von der Bezirksregierung die Zustimmung holen. Hierbei wurde vor allem darauf geachtet, dass das Naturschutzgebiet möglichst wenig geschädigt wird. Letztlich kommen die Arbeiten dann auch dem Schutzgebiet zugute. Die Bezirksregierung Köln bittet die Besucher des Naturschutzgebietes um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich etwa zwei Wochen dauern.