Bezirksregierung Köln weist Naturschutzgebiet „Eisbachtal mit Nebensiefen“ im Rhein-Sieg-Kreis neu aus


Die Bezirksregierung Köln hat das „Eisbachtal mit Nebensiefen“ als Naturschutzgebiet neu ausgewiesen. Am 11. Juli 2016 ist die Verordnung in Kraft getreten und hat damit die zuvor bestehende, nach 20 Jahren ausgelaufene Verordnung abgelöst. Das 25 Hektar große Naturschutzgebiet liegt in Königswinter im Rhein-Sieg-Kreis, zwischen den Ortsteilen Oberpleis und Rübhausen. Es ist ein besonders schutzwürdiges zusammenhängendes Fließgewässersystem. Ziel der Verordnung ist es, dieses naturnahe Gewässer und angrenzende Biotope als Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schützen und zu entwickeln.

Das Schutzgebiet zeichnet sich durch den naturnahen Gewässerverlauf, naturnahe Ufer- und Auenbereiche und gehölzgeprägte Talränder aus. Im kleinräumigen Wechsel finden sich kleinere Quellsiefen mit typischer begleitender Feuchtvegetation, Steilufer mit ökologisch wertvollen Uferabbrüchen, bachbegleitende Erlen-Ufergehölze, gewässerangrenzendes Nass- und Feuchtgrünland sowie naturnahe alte Laubwaldbestände. Dies sind wertvolle Lebensräume für seltene Vogel- und Amphibienarten, wie z.B. für den Eisvogel, Neuntöter und Feuersalamander.

Das eng verzahnte System verschiedener Lebensräume ist für diesen Landschaftsraum besonders typisch ausgeprägt. Das weitgehend durchgängige Bachsystem hat als Vernetzungselement im landesweiten Biotopverbund eine besondere Bedeutung. Auch für die gewachsene Kulturlandschaft sind die landwirtschaftlich genutzten, überwiegend feuchten Grünlandflächen prägend. In der bisherigen Art kann diese Nutzung grundsätzlich auch weiterhin erfolgen. Im Amtsblatt der Bezirksregierung Köln, Nr. 27, vom 11. Juli 2016 kann die Verordnung eingesehen werden.