Bezirksregierung Köln weist „Landschaftsschutzgebiet Gummersbach – Marienheide“ erneut aus


Die Bezirksregierung Köln hat das „Landschaftsschutzgebiet Gummersbach – Marienheide“ im Oberbergischen Kreis neu ausgewiesen. Am 15. November 2016 ist die Verordnung in Kraft getreten und hat die zuvor bestehende, nach 20 Jahren ausgelaufene Verordnung abgelöst. Das 5977 Hektar große Landschaftsschutzgebiet liegt überwiegend im Gebiet der Stadt Gummersbach und der Gemeinde Marienheide, sowie in kleinen Teilen in den Gemeinden Engelskirchen, Lindlar, Reichshof und in den Städten Bergneustadt und Wiehl. Der Geltungsbereich erstreckt sich im sogenannten baulichen Außenbereich, so dass die größeren zusammenhängend bebauten Bereiche ausgenommen sind.

Das Schutzgebiet zeichnet sich durch den besonderen Formenreichtum und das Landschaftsrelief aus. Aufgrund der überwiegend landwirtschaftlichen Nutzung entstand das Landschaftsbild mit weiträumigen Grünlandbereichen und zusammenhängenden Waldflächen. Quellen und stark verästelte kleine Fließgewässer sowie Flüsse prägen die Landschaft in den Haupttälern. Hervorzuheben sind Leppe, Gelpe, Strombach, Rospebach, Seßmarbach und die das Gebiet durchfließende Agger. Den Gewässern kommt eine Funktion als Hauptleitlinien des Biotopverbundes mit besonderer Bedeutung zu. Die großen Waldbereiche bilden die Grundlage für das ruhige Natur- und Landschaftserleben. Sie haben darüber hinaus hohe Bedeutung für den Naturhaushalt als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Ebenso prägend für das Gebiet sind die verstreut liegenden kleinteiligen Ortslagen, Mühlen und Gehöfte, durch die im Zusammenhang mit der Landnutzung eine gewachsene Kulturlandschaft entstanden ist.

In der Verordnung sind im Wesentlichen Regelungen enthalten, die der Sicherung des genannten Schutzzweckes dienen. Daneben sind jedoch auch konkrete Ausnahmen genannt, um insbesondere den berechtigten Ansprüchen der landschaftsverträglichen, landwirtschaftlichen Nutzung angemessen Rechnung zu tragen. In der Sonderbeilage zum Amtsblatt Nr. 45 für den Regierungsbezirk Köln vom 14.11.2016 kann die Verordnung eingesehen werden unter http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/amtsblatt/2016/index.html