Lokale Steinsturzgefahr auf dem Drachenfels


Messungen des geologischen Dienstes NRW im Auftrag der Bezirksregierung Köln haben ergeben, dass die Standfestigkeit des Drachenfelses unterhalb des Bergfrieds nicht mehr gewährleistet ist. Die bereits vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen wurden auf Grund der Gesteinsbewegungen als nicht mehr ausreichend bewertet. Im Fels sind deutliche Verschiebungen und Risse zu beobachten. Es besteht daher akute Gefahr, dass bis zu mehrere Kubikmeter große Gesteinsblöcke sich lösen und auf den unmittelbar darunter verlaufenden, touristisch sehr beliebten Eselsweg herabstürzen. Durch einen Frost-Tau-Wechsel im Winterhalbjahr kann sich diese teilweise sogar lebensbedrohliche Situation noch verstärken. Eine sofortige Sperrung des Eselsweges ist daher unabdingbar. Die Sperrung wird voraussichtlich 1 Jahr dauern. In der Zeit sollen die gefährdeten Stellen mit zusätzlichen Ankern im Felsen verstärkt werden. Um auf den Gipfel zu gelangen, wird ein Ersatzweg über den Kutschenweg ausgeschildert.

Der Drachenfels ist wegen seiner porösen Gesteinsart seit Anfang der siebziger Jahre durch eine Vielzahl von Felsankern und Felsnägeln gesichert. Zu Beginn der 1970er Jahre wurde durch das Land NRW zur Sicherung der Drachenfelsruine und des Eselsweges ein Felssicherungssystem auf dem Drachenfels errichtet. Die Wirksamkeit dieser Felssicherungsmaßnahmen an der Burgruine Drachenfels werden seither vom Geologischen Dienst NRW im Auftrag der Bezirksregierung Köln regelmäßig überwacht. Der Drachenfels zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Naherholungsgebieten im Rheinland. Als ehemaliger Steinbruch diente sein Gestein auch als Baumaterial für den Kölner Dom.