Bezirksregierung Köln fördert „Biologische Stationen“ in 2017 mit rund 2,5 Millionen Euro


Insgesamt neun sogenannte „Biologische Stationen“ wurden in 2016 mit circa 2,2 Millionen Euro durch die Bezirksregierung Köln gefördert. Dies ist eine Steigerung von über 10 % gegenüber dem Vorjahr 2015. In den für das Jahr 2017 zur Verfügung gestellten Mitteln in Höhe von 2,5 Millionen Euro sieht Regierungspräsidentin Gisela Walsken erneut eine deutliche Steigerung als Lohn für die gute Naturschutzarbeit in den letzten Jahren.

Die „Biologischen Stationen“ erhalten die Fördermittel vor allem für die Betreuung von Naturschutzgebieten, aber auch für die Kooperation mit den Landwirten in Form des so genannten „Vertragsnaturschutzes“. Ziel dieser Maßnahme ist eine naturschutzgerechte Bewirtschaftung von Acker und Grünland. Ebenso leisten sie natur- und umweltbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Um die Förderung zu erhalten, stellen die „Biologischen Stationen“ Arbeits- und Maßnahmepläne auf, die vom Land mit 80 % und von den Kreisen und Städten mit 20 % finanziert werden.

Bei den neun „Biologischen Stationen“ handelt es sich um gemeinnützige Vereine, die sich regional für den Naturschutz in Nordrhein-Westfalen engagieren. Folgende Stationen gibt es im Regierungsbezirk Köln: Städteregion Aachen, Kreis Düren, Kreis Euskirchen, gemeinschaftliche Station Bonn /Rhein-Erft, Rhein–Sieg-Kreis, Oberbergischer Kreis, Rheinisch–Bergischer Kreis und der Dachträgerverein für die Naturschutzstationen in Aachen und Kreis Heinsberg (Haus Wildenrath). Ebenso gehört die NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln zu den „Biologischen Stationen“.

Sie sind in den 70er Jahren von Mitgliedern anerkannter Naturschutzverbände und engagierter Bürgerinnen und Bürger gegründet worden. Bereits seit 1990 fördert das Land NRW die Stationen. Durch die Arbeit von Fachleuten, unter anderem Biologen, werden Naturschutzbehörden und Stiftungen, unterstützt. Insbesondere das langjährige Engagement von ehrenamtlichen Mitgliedern, die eine ausgeprägte Sach- und Ortskenntnis besitzen, ist ein unverzichtbarer Bestandteil des aktiven Naturschutzes vor Ort. Als besondere Projekte sind Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen verschiedener Krötenarten, der Erhalt der Flussperlmuschel und die Wiederansiedelung des Edel-krebses hervorzuheben. Außerdem erfolgen intensive Untersuchungen einer Erkrankung des Feuersalamanders, des sogenannten Chytridpilzbefalls. Diese Krankheit ist eine ernstzunehmende Bedrohung für das Vorkommen in der Region. Ein weiteres Augenmerk gilt zudem bedrohten Vogelarten wie Grauammer, Kiebitz und Feldlerche.

Frau Walsken freut sich rückblickend auf das Jahr 2016 über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit guten Resultaten für den Naturschutz in der Region. Sie sieht dem Jahr 2017, mit seinen vielen Projekten, positiv entgegen.