Abimottowoche Köln – Gemeinsam für mehr Sicherheit


Nach intensiver Aufarbeitung der Ereignisse der „Abitur-Mottowoche“ 2016 haben Vertreter des Polizeipräsidiums Köln, der Bezirksregierung Köln sowie die Schulleiterinnen und Schulleiter der Kölner Gymnasien Eckpunkte eines Präventionskonzepts erarbeitet.

Ziel des Präventionskonzeptes ist es, die Feiern im Rahmen der Abimottowoche in einem von den Schulen kontrollierbaren Rahmen zu ermöglichen. „Alternativveranstaltungen“ jenseits schulischer Kontrolle sollen damit verhindert oder zumindest auf ein Minimum beschränkt werden.

Das Konzept sieht vor:

  • die Aufklärung und Beratung der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten sowie deren Erziehungsberechtigten - auch unter Beteiligung der Polizei,
  • die Bildung eines schulübergreifenden Netzwerkes zur Förderung eines abgestimmten Handelns über die Einzelschule hinaus und
  • die unmittelbare Unterstützung der vor Ort Verantwortlichen, insbesondere der Schulleiterinnen und Schulleiter.

Im Rahmen des Präventionskonzeptes wurden die Schülerinnen und Schüler des aktuellen Abiturjahrgangs in den vergangenen Monaten mehrfach über mögliche rechtliche Konsequenzen bei Verstößen gegen geltendes Recht aufgeklärt und für ein angemessenes Verhalten sensibilisiert. Die Aufklärung bezog auch die Erziehungsberechtigten mit ein. Die Bezirksregierung und die Kölner Polizei haben die Gymnasien unter anderem bei Informationsveranstaltungen für Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Lehrinnen und Lehrer unterstützt. Darüber hinaus haben die betroffenen Kölner Gymnasien Stufenversammlungen mit Beteiligung der örtlichen Polizeidienststellen und Vertretungen der Elternschaft durchgeführt. Bei diesen Versammlungen wurde auch eine schulübergreifende Resolution der Abiturientinnen und Abiturienten verfasst und gemeinsam verabschiedet. Sie wird im Vorfeld der Mottowoche auf den Homepages der Schulen veröffentlicht.

„Nur im Zusammenwirken aller am Schulleben Beteiligten wird es gelingen, einvernehmliche und von allen akzeptierte Lösungen für die letzte Schulwoche der Abiturientinnen und Abiturienten zu entwickeln. Das Konzept hat dafür die Grundlagen gelegt. Die Resolution der Abiturientinnen und Abiturienten begrüße ich ausdrücklich. Sie zeugt von einer sehr verantwortungsvollen Haltung. Ich appelliere an alle, sich im Sinne dieser Resolution zu verhalten. Vorfälle wie im vergangenen Jahr dürfen sich nicht wiederholen und die Freude am gemeinsam erreichten Ziel der Reifeprüfung trüben.“ so Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

„Ich freue mich für die jungen Menschen, die mit dem Abitur das nächste Lebensziel greifbar vor Augen haben. Das ist ein besonderer Anlass zum Feiern. Eins sollte dabei klar sein: Die gewalttätigen Ausschreitungen des letzten Jahres dürfen sich nicht wiederholen. Die Polizei Köln hat in vielen Gesprächen und Beratungen mit Schülerinnen und Schülern, aber auch mit Schulleiterinnen und Schulleitern auf die im letzten Jahr erkannten Gefahren hingewiesen und alle Beteiligten gebeten, sich für ein friedvolles, schönes Feiern einzusetzen. Die Polizistinnen und Polizisten sind in Bezug auf die mit der Mottowoche häufig verbundenen Aktionen sensibilisiert. Straftaten und Übergriffe werden wir konsequent ahnden“, verdeutlicht Polizeipräsident Jürgen Mathies.

Beide Behördenspitzen begrüßen es ausdrücklich, dass sich die Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs ihrer eigenen Verantwortung bewusst sind. Dass das so ist, zeigen sie mit ihrer selbst verfassten Resolution, in der sie sich von gewalttätigen und Gewalt begünstigenden Aktivitäten distanzieren.