Gentechnik mit Biologie-Experimentierkästen kann strafbar und gesundheitsgefährlich sein


Derzeit bieten mehrere Firmen Biologie-Experimentierkästen für den Heimgebrauch an. Bei diesen sogenannten Do-it-yourself (DIY)-Kits werden beispielsweise Mikroorganismen, wie Bakterien oder Hefen gentechnisch verändert. Diese veränderten Organismen dürfen allerdings nur in behördlich zugelassenen und überwachten gentechnischen Anlagen erzeugt und verwendet werden. Wer solche Experimente im heimischen Hobbykeller durchführt, riskiert eine Geldbuße bis 50.000 Euro. Darüber sind sogar strafrechtliche Konsequenzen möglich, wenn die veränderten Organismen gezielt in der Umwelt freigesetzt werden.

Diese Organsimen sind in der Regel ungefährlich. In einem Gentechnik-Baukasten aus den USA wurden allerdings vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit potentielle Krankheitserreger nachgewiesen. Das Landesamt empfiehlt daher, den untersuchten Baukasten nicht zu öffnen, die vorgesehenen Experimente nicht durchzuführen und das weitere Vorgehen mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt abzustimmen.

Grundsätzlich unterliegt das Aufbewahren und Arbeiten mit potenziell krankheitserregenden Bakterien dem Infektionsschutzgesetz und bedarf einer Erlaubnis durch die zuständige Gesundheitsbehörde.

Die Anwendung gentechnischer Verfahren erfolgt im Regierungsbezirk Köln in fast 500 gentechnischen Anlagen. Diese werden von der Bezirksregierung hinsichtlich der Umsetzung rechtlicher Vorgaben überwacht.


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