Römer in Köln Innovatives Konzept für römische Grabkammer Köln-Weiden wird umgesetzt


Köln erhält ein weiteres touristisches Highlight. Mit der außerordentlich gut erhaltenen römischen Grabkammer und dem historischen Wärterhaus gleich nebenan wird ein bislang kaum beachteter Schatz zu einem einzigartigen außerschulischen Lern- und Erlebnisort umgestaltet. Besucherinnen und Besucher werden sich dort ab Frühsommer 2018 in vielfältiger Weise über das Leben und Sterben in römischer Zeit informieren können. Am Mittwoch, dem 29. März 2017, übergaben Minister Michael Groschek und Regierungspräsidentin Gisela Walsken dem Vorsitzenden des zukünftigen Betreibers „Förderverein Römergrab Weiden e.V.“, Prof. Dr. Heinz Günter Horn, den Schlüssel zu dem Gebäude.

„Wir müssen geschichtliche Wurzeln zeigen - sie erlebbar machen. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir ein neues, innovatives Nutzungskonzept für das einzigartige Grabmal in Weiden gefunden haben“, so Minister Groschek. Obwohl es eines der bedeutendsten und eindrucksvollsten Zeugnisse der Römerzeit nördlich der Alpen ist, wurde es von der Öffentlichkeit bislang kaum beachtet. „Das wird sich in Zukunft ändern“, ist sich Prof. Dr. Horn sicher.

Ermöglicht wird das Vorhaben durch eine bislang einmalige Kooperation von bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt, Land Nordrhein-Westfalen, Bezirksregierung Köln und Stadt Köln. Regierungspräsidentin Walsken begrüßt diese ausdrücklich: „Eine derartige Zusammenarbeit ist zeitgemäß und zukunftsgerichtet. Und eine Gruppe profitiert ganz besonders davon: Die Bürgerinnen und Bürger. Wenn Sie mich fragen: Das sollte Schule machen!“

Die Grabkammer aus dem 2.-4. Jahrhundert n. Chr. wurde 1843 entdeckt und befindet sich seitdem in staatlicher Obhut. Heute gehört die Liegenschaft dem Land Nordrhein-Westfalen. Das Land wird sie dem Förderverein kostenlos zur Verfügung stellen. In den nächsten Monaten wird die Bezirksregierung die baulichen Voraussetzungen für die zukünftige Nutzung schaffen. Anschließend wird der Förderverein die Ausstellung einrichten und das einzigartige Bau- und Bodendenkmal für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Projekt wird in enger Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum, dem Museumsdienst und der Archäologischen Gesellschaft Köln realisiert.