Düren-Ost


In diesem Verfahren werden Flächen für den Bau der B56n – östliche Ortsumgehung Düren – bereitgestellt. Es handelt sich hier um eine Unternehmensflurbereinigung, die auch der Vermeidung agrarstruktureller Nachteile dient.

Die Einleitung des Verfahrens Düren-Ost erfolgte im Dezember 2009 durch den Flurbereinigungsbeschluss, der gleichzeitig die Verfahrensziele und das Verfahrensgebiet festlegt. Das Gebiet hat eine Größe von ca. 270 ha und es sind ca. 100 Grundstückseigentümer beteiligt. Ein anteiliger Landabzug zur Flächenaufbringung für das Unternehmen ist dabei voraussichtlich nicht erforderlich, da vorweg ausreichend Ersatzland erworben werden konnte.

Stand des Verfahrens: Aktuell erfolgt der Bau der B56n.

Die gemeinschaftlichen Interessen der Teilnehmer werden durch den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft vertreten.

Damit die betroffenen Eigentümer mit wertgleichem Land abgefunden werden können, erfolgte eine Wertermittlung aller betroffenen Grundstücke. Dabei wurde die Ertragsfähigkeit der Böden auf Basis der amtlichen Bodenschätzung der Finanzverwaltung unter Beteiligung des Vorstandes ermittelt. Die Ergebnisse der Wertermittlung wurden im Juli 2011 bekannt gegeben. Die Wertermittlung war die Grundlage für die Berechnung der Einlagewerte der Eigentümer.

Die Aufstellung eines Wege- und Gewässerplanes ist nicht erforderlich, da die durch Verursachung der B56n erforderlichen Wegebaumaßnahmen bereits im Rahmen der straßenrechtlichen Planfeststellung erfasst wurden.

Auf Basis der Planfeststellung des Unternehmensträgers sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Planwunschtermine mit den Eigentümern erfolgte die Zuteilung der neuen Grundstücke. Nachdem die Lage der neuen Grundstücke geplant ist und die Grenzen in die Örtlichkeit übertragen wurden, konnten die Eigentümer im August 2014 in ihren Besitz eingewiesen werden.

Die Ergebnisse der Neuordnung werden im Flurbereinigungsplan zusammengefasst. Darin enthalten sind

  • Textlicher Teil - Bodenordnungsnachweis mit Einlage- und Abfindungsnachweis - Wertermittlungskarte; Zuteilungskarte - Verzeichnis der neuen Flurstücke - Beschlüsse und Vereinbarungen - Zustimmungserklärungen und Vollmachten
  • Bodenordnungsnachweis mit Einlage- und Abfindungsnachweis
  • Wertermittlungskarte; Zuteilungskarte
  • Verzeichnis der neuen Flurstücke
  • Beschlüsse und Vereinbarungen
  • Zustimmungserklärungen und Vollmachten

Die Bekanntgabe des Flurbereinigungsplans erfolgte im Jahr 2015. Nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist wird der Flurbereinigungsplan unanfechtbar, so dass die Ausführung dieses Plans durch die Flurbereinigungsbehörde erfolgen kann.

Bevor das Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen werden kann, müssen die öffentlichen Bücher, die aufgrund der neu geschaffenen Rechtsverhältnisse unrichtig geworden sind, korrigiert werden. Dazu werden den betroffenen Katasterämtern, Grundbuchämtern und Finanzämtern die erforderlichen Daten übermittelt.

Das Flurbereinigungsverfahren endet durch die Schlussfeststellung voraussichtlich im Jahr 2017 nachdem alle Aufgaben der Teilnehmergemeinschaft abgeschlossen sowie alle Verpflichtungen und Zahlungen abgewickelt sind.


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