Erftaue-Glesch


Das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren dient der Flächenbereitstellung für das Perspektivkonzept der Erft. Ziel der Maßnahme ist die naturnahe Gestaltung der Erft und ihrer Auen zwischen Bergheim und Bedburg.

Die Einleitung des Verfahrens Erftaue-Glesch erfolgte im August 2013 durch den Flurbereinigungsbeschluss, der gleichzeitig die Verfahrensziele und das Verfahrensgebiet festlegt. Das Gebiet hat eine Größe von ca. 36 ha und es sind ca. 20 Grundstückseigentümer beteiligt.

Stand des Verfahrens: Aktuell erfolgt die Neuordnung des Planungsgebietes durch die Bediensteten der Flurbereinigungsbehörde.

Die gemeinschaftlichen Interessen der Teilnehmer werden durch den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft vertreten. Die Wahl des Vorstandes fand im Juli 2013 statt.

Die Durchführung einer gesonderten Wertermittlung und Aufstellung des Wege- und Gewässerplanes ist nicht erforderlich.

Unter Berücksichtigung der Interessen der Eigentümer und Bewirtschafter wird versucht, die Landnutzungskonflikte zwischen Land- und Wasserwirtschaft bedingt durch die Umgestaltung des Erft zu lösen. Auf Grundlage von Verhandlungen und den Ergebnissen der Planwunschtermine mit den Eigentümern erfolgen die Zuteilung der neuen Grundstücke und die Einweisung in ihren Besitz. Die Landwirte wirtschaften ab diesem Zeitpunkt auf den neuen Grundstücken.

Die Ergebnisse der Neuordnung werden im Flurbereinigungsplan zusammengefasst. Darin enthalten sind

  • Textlicher Teil
  • Bodenordnungsnachweis mit Einlage- und Abfindungsnachweis
  • Wertermittlungskarte und Zuteilungskarte
  • Verzeichnis der alten und neuen Flurstücke
  • Beschlüsse und Vereinbarungen
  • Zustimmungserklärungen und Vollmachten

Nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist wird der Flurbereinigungsplan unanfechtbar, so dass die Ausführung dieses Plans durch die Flurbereinigungsbehörde erfolgen kann.

Bevor das Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen werden kann, müssen die öffentlichen Bücher, die aufgrund der neu geschaffenen Rechtsverhältnisse unrichtig geworden sind, korrigiert werden. Dazu werden den betroffenen Katasterämtern, Grundbuchämtern und Finanzämtern die erforderlichen Daten übermittelt.

Das Flurbereinigungsverfahren endet durch die Schlussfeststellung nachdem alle Aufgaben der Teilnehmergemeinschaft abgeschlossen sowie alle Verpflichtungen und Zahlungen abgewickelt sind.

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