Erftaue-Gymnich


Das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren dient der Übertragung schutzwürdiger Auenflächen der Erft. Die damit verbundenen Landnutzungskonflikte zwischen Land- und Wasserwirtschaft sind zu vermeiden bzw. aufzulösen.

Die Einleitung des Verfahrens Erftaue-Gymnich erfolgte im Juli 2007 durch den Flurbereinigungsbeschluss, der gleichzeitig die Verfahrensziele und das Verfahrensgebiet festlegt. Das Gebiet hat eine Größe von ca. 267 ha und es sind ca. 27 Grundstückseigentümer beteiligt.

Stand des Verfahrens: Derzeit erfolgt die Aufstellung des Flurbereinigungsplanes.

Die gemeinschaftlichen Interessen der Teilnehmer werden durch den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft vertreten. Die Wahl des Vorstandes fand im August 2008 statt.

Die Durchführung einer gesonderten Wertermittlung und Aufstellung des Wege- und Gewässerplanes ist nicht erforderlich. Der Maßstabsfaktor zum Tausch der Flurstücke ergibt sich aus der Flächengröße.

Unter Berücksichtigung der Interessen der Eigentümer und Bewirtschafter wird versucht, die Landnutzungskonflikte zwischen Land- und Wasserwirtschaft zu lösen. Auf Grundlage von Verhandlungen und den Ergebnissen der Planwunschtermine mit den Eigentümern erfolgen die Zuteilung der neuen Grundstücke und die Einweisung in ihren Besitz. Die Landwirte wirtschaften ab diesem Zeitpunkten auf den neuen Grundstücken.

Die Ergebnisse der Neuordnung werden im Flurbereinigungsplan zusammengefasst. Darin enthalten sind

  • Textlicher Teil
  • Bodenordnungsnachweis mit Einlage- und Abfindungsnachweis
  • Wertermittlungskarte; Zuteilungskarte
  • Verzeichnis der neuen Flurstücke
  • Beschlüsse und Vereinbarungen
  • Zustimmungserklärungen und Vollmachten

Nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist wird der Flurbereinigungsplan unanfechtbar, so dass die Ausführung dieses Plans durch die Flurbereinigungsbehörde erfolgen kann.

Bevor das Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen werden kann, müssen die öffentlichen Bücher, die aufgrund der neu geschaffenen Rechtsverhältnisse unrichtig geworden sind, korrigiert werden. Dazu werden den betroffenen Katasterämtern, Grundbuchämtern und Finanzämtern die erforderlichen Daten übermittelt.

Das Flurbereinigungsverfahren endet durch die Schlussfeststellung nachdem alle Aufgaben der Teilnehmergemeinschaft abgeschlossen sowie alle Verpflichtungen und Zahlungen abgewickelt sind.

Haben Sie Fragen?
Postanschrift
Bezirksregierung Köln·50606 Köln
Herr Müller
  T: (49)0 221-147 3275
  E-Mail schreiben