Kirchhoven


In diesem Verfahren werden Flächen für den Bau der Ortsumgehung EK5 bereitgestellt. Es handelt sich hier um eine Unternehmensflurbereinigung, die auch der Vermeidung agrarstruktureller Nachteile dient.

Die Einleitung des Verfahrens Kirchhoven erfolgte im April 2007 durch den Flurbereinigungsbeschluss, der gleichzeitig die Verfahrensziele und das Verfahrensgebiet festlegt. Das Gebiet hat eine Größe von ca. 845 ha und es sind ca. 680 Grundstückseigentümer beteiligt.

Stand des Verfahrens: Aktuell erfolgt die Aufstellung des Nachtrages 1 zum Flurbereinigungsplan.

Die gemeinschaftlichen Interessen der Teilnehmer werden durch den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft vertreten.

Damit die betroffenen Eigentümer mit wertgleichem Land abgefunden werden können, erfolgte eine Wertermittlung aller betroffenen Grundstücke. Dabei wurde die Ertragsfähigkeit der Böden auf Basis einer Bodenschätzung durch einen landwirtschaftlichen Sachverständigen unter Beteiligung des Vorstandes ermittelt. Die Ergebnisse der Wertermittlung wurden im Juni 2009 bekannt gegeben. Die Wertermittlung war die Grundlage für die Berechnung der Einlagewerte der Eigentümer.

Die Planung des neuen Wegenetzes und der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen erfordert Zeit und ist ein Produkt enger Abstimmungen mit anderen Stellen und dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft. Die Arbeiten zur Aufstellung des Wege- und Gewässerplanes sind im Dezember 2009 beendet worden.

Auf Basis des Wege- und Gewässerplanes sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Planwunschtermine mit den Eigentümern erfolgt die Zuteilung der neuen Grundstücke. Nachdem die Lage der neuen Grundstücke geplant ist und die Grenzen in die Örtlichkeit übertragen wurden, konnten die Eigentümer im Juli 2010 in ihren Besitz eingewiesen werden. Die Landwirte wirtschaften seitdem auf den neuen Grundstücken.

Im Sommer 2014 wurde der 4. Entwurf des Flurbereinigungsplanes offen gelegt.

Die Ergebnisse der Neuordnung werden im Flurbereinigungsplan zusammengefasst. Darin enthalten sind

  • Textlicher Teil
  • Bodenordnungsnachweis mit Einlage- und Abfindungsnachweis
  • Wertermittlungskarte; Zuteilungskarte
  • Verzeichnis der neuen Flurstücke
  • Beschlüsse und Vereinbarungen
  • Zustimmungserklärungen und Vollmachten

Der Flurbereinigungsplan wird bekannt gegeben. Nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist wird er unanfechtbar, so dass die Ausführung durch die Flurbereinigungsbehörde erfolgen kann.

Bevor das Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen werden kann, müssen die öffentlichen Bücher, die aufgrund der neu geschaffenen Rechtsverhältnisse unrichtig geworden sind, korrigiert werden. Dazu werden den betroffenen Katasterämtern, Grundbuchämtern und Finanzämtern die erforderlichen Daten übermittelt.

Das Flurbereinigungsverfahren endet durch die Schlussfeststellung, nachdem alle Aufgaben der Teilnehmergemeinschaft abgeschlossen sowie alle Verpflichtungen und Zahlungen abgewickelt sind.


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