Klüppelberg


Durch das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren werden Verbesserungen in der Forstbewirtschaftung realisiert. Hierzu wird das Wegenetz sowie die Lage und Form der forstwirtschaftlichen Grundstücke an die aktuellen Erfordernisse angepasst.

Die Einleitung des Verfahrens Klüppelberg erfolgte im Dezember 2011 durch den Flurbereinigungsbeschluss, der gleichzeitig die Verfahrensziele und das Verfahrensgebiet festlegt. Das Gebiet hat eine Größe von ca. 214 ha und es sind ca. 90 Grundstückseigentümer beteiligt.

Stand des Verfahrens: Aktuell erfolgt die Aufstellung des Flurbereinigungsplanes.

Die gemeinschaftlichen Interessen der Teilnehmer werden durch den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft vertreten.

Damit die betroffenen Eigentümer mit wertgleichem Land abgefunden werden können, erfolgt eine Wertermittlung aller betroffenen Grundstücke. Dabei wird die Ertragsfähigkeit der Böden auf Basis der Bodenschätzung im Grünland und durch einen forstwirtschaftlichen Sachverständigen im Wald unter Beteiligung des Vorstandes ermittelt. Die Wertermittlung ist die Grundlage für die Berechnung der Einlagewerte der Eigentümer.

Die Planung des neuen Wegenetzes und der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen erfordert Zeit und ist ein Produkt enger Abstimmungen mit anderen Stellen und dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft. Der sogenannte Wege- und Gewässerplan ist Ende des Jahres 2014 genehmigt worden. Der Ausbau der Wege soll im Frühjahr 2016 begonnen werden.

Auf Basis des Wege- und Gewässerplanes sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Planwunschtermine mit den Eigentümern erfolgt die Zuteilung der neuen Grundstücke. Nachdem die Lage der neuen Grundstücke geplant ist und die Grenzen in die Örtlichkeit übertragen worden sind, können die Eigentümer in ihren Besitz eingewiesen werden. Die Landwirte wirtschaften ab diesem Zeitpunkt auf den neuen Grundstücken.

Die Ergebnisse der Neuordnung werden im Flurbereinigungsplan zusammengefasst. Darin enthalten sind

  • Textlicher Teil
  • Bodenordnungsnachweis mit Einlage- und Abfindungsnachweis
  • Wertermittlungskarte; Zuteilungskarte
  • Verzeichnis der neuen Flurstücke
  • Beschlüsse und Vereinbarungen
  • Zustimmungserklärungen und Vollmachten

Nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist wird der Flurbereinigungsplan unanfechtbar, so dass die Ausführung dieses Plans durch die Flurbereinigungsbehörde erfolgen kann.

Bevor das Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen werden kann, müssen die öffentlichen Bücher, die aufgrund der neu geschaffenen Rechtsverhältnisse unrichtig geworden sind, korrigiert werden. Dazu werden den betroffenen Katasterämtern, Grundbuchämtern und Finanzämtern die erforderlichen Daten übermittelt.

Das Flurbereinigungsverfahren endet durch die Schlussfeststellung nachdem alle Aufgaben der Teilnehmergemeinschaft abgeschlossen sowie alle Verpflichtungen und Zahlungen abgewickelt sind.

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