Sieglar-Eschmar


In der Unternehmensflurbereinigung werden Flächen für den Bau der L332n und K29n bereitgestellt.

Die Einleitung des Verfahrens Sieglar-Eschmar erfolgte im Oktober 2007 durch den Flurbereinigungsbeschluss, der gleichzeitig die Verfahrensziele und das Verfahrensgebiet festgelegt hat. Nach mehreren Änderungen hat das Gebiet nunmehr eine Größe von ca. 228 ha und es sind ca. 105 Grundstückseigentümer beteiligt.

Die gemeinschaftlichen Interessen der Teilnehmer werden durch den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft vertreten. Damit die betroffenen Eigentümer mit wertgleichem Land abgefunden werden können, erfolgte eine Wertermittlung aller betroffenen Grundstücke. Dabei wurde die Ertragsfähigkeit der Böden auf Basis der Bodenschätzung durch landwirtschaftliche Sachverständige unter Beteiligung des Vorstandes ermittelt. Die Ergebnisse der Wertermittlung wurden im Juli 2013 bekannt gegeben. Die Wertermittlung ist die Grundlage für die Berechnung der Einlagewerte der Eigentümer.

Ergänzend zu den Straßenplanungen der Unternehmensträger hat die Flurbereinigungsbehörde in enger Abstimmung mit dem Vorstand einen Wege- und Gewässerplan nach § 41 FlurbG aufgestellt, um damit die Belange der Bewirtschafter bei der Erschließung der landwirtschaftlichen Flächen zu unterstützen und so agrarstrukturelle Nachteile zu beheben.

Der Beginn der Baumaßnahmen der K 29n erfolgte im Juni 2013 mit der Überführung Akazienweg.

Im Januar 2014 konnten die Unternehmensträger Straßen.NRW und der Rhein-Sieg-Kreis im Bereich der jeweiligen gesamten Baufelder auf der Grundlage einvernehmlich erlangter Bauerlaubnisse der Eigentümer und Nutzungsberechtigten in den Besitz eingewiesen werden.

Der Baubeginn der Trasse der L 332n erfolgte im Januar 2017. Gleichzeitig wird der Rück-, Aus- und Neubau der landwirtschaftlichen Wege vorgenommen

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wird im Dezember 2017 gerechnet.

Im Frühjahr 2018 werden die Pflanzungen der verschiedenen Kompensationsmaßnahmen aus der landschaftspflegerischen Begleitplanung vorgenommen

Stand des Flurbereinigungsverfahrens:

Die Neuordnung des Grundbesitzes ist mit dem 1. Entwurf des Flurbereinigungsplanes im Juni 2017 bekanntgegeben worden. Die damit verbundenen vorläufigen Besitzübergänge erfolgen je nach aufstehender Frucht oder Nutzungsart zwischen August 2017 und März 2018.

In 2018 wird eine endgültige Grenzvermessung der neuen Straßen, Wege und Pflanzflächen erfolgen. Daraus werden sich geringfügige Änderungen des Flurbereinigungsplans ergeben, die den betroffenen Grundeigentümern im Herbst 2018 bekanntgegeben werden.

Nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist wird der Flurbereinigungsplan unanfechtbar, so dass die Ausführung dieses Plans durch die Flurbereinigungsbehörde im Jahr 2019 erfolgen kann.

Bevor das Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen werden kann, müssen die öffentlichen Bücher, die aufgrund der neu geschaffenen Rechtsverhältnisse unrichtig geworden sind, berichtigt werden. Dazu werden den betroffenen Katasterämtern, Grundbuchämtern und Finanzämtern die erforderlichen Daten übermittelt.

Das Flurbereinigungsverfahren endet durch die Schlussfeststellung voraussichtlich im Jahr 2020 nachdem alle Aufgaben der Teilnehmergemeinschaft abgeschlossen sowie alle Verpflichtungen und Zahlungen abgewickelt sind.


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