Informationen für Soldaten


Sie sind eingliederungsberechtigt nach § 9 Soldatenversorgungsgesetz (SVG) und interessieren sich für vorbehaltene Stellen nach § 10 SVG im Geschäftsbereich der Vormerkstelle NRW?

Die Bewerbungs- bzw. Eingliederungsverfahren, der nach § 10 Abs. 4 SVG einzurich-tenden Vormerkstelle des Bundes und der 16 Vormerkstellen der Länder sind im Detail unterschiedlich. Die Ihnen hier vorgestellten Informationen gelten ausschließlich für die Durchführung des Stellenvorbehalts im Land Nordrhein-Westfalen.

Das Eingliederungsverfahren der Vormerkstelle NRW gliedert sich für Sie wie folgt:

1. Registrieren Sie sich mindestens 24 Monate vor Beginn Ihrer Freistellung (Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrem zuständigen Berufsförderungsdienst (BFD)) für das Verfahren der Vormerkstelle NRW. Füllen Sie hierfür den „Vermittlungsantrag der Vormerkstelle NRW“ vollständig aus, holen Sie die Stellungnahme des für Sie zuständigen BFD ein und senden Sie diese Unterlagen zusammen mit einer Kopie Ihrer Eingliederungsberechtigung an die Vormerkstelle NRW.

2. Nach Prüfung Ihres Antrages erhalten Sie die Vermittlungsbestätigung der Vormerkstelle NRW sowie einen Link zur Anmeldung für den Stellenbörsen-Newsletter. Nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie die ausgeschriebenen Vorbehaltsstellen per Newsletter. Der Newsletter wird in regelmäßigen Abständen veröffentlicht (in der Regel 1 Mal wöchentlich).

3. Sollten Sie im Stellenbörsen-Newsletter eine für Sie geeignete Vorbehaltsstelle finden, so bewerben Sie sich auf diese Stelle direkt bei der ausschreibenden Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts (Einstellungsbehörde). Weisen Sie in Ihrer Bewerbung darauf hin, dass Sie sich um eine Vorbehaltsstelle bewerben. Fügen Sie hierzu Ihrer Bewerbung eine KOPIE der oben genannten Vermittlungsbestätigung bei.

4. Werden Sie zu einem Auswahlverfahren eingeladen, so liegt es in Ihrer Verantwor-tung, dieses nach entsprechender Vorbereitung zu absolvieren. Bei Auswahlverfahren für Vorbehaltsstellen konkurrieren Sie nur mit anderen Eingliederungsberechtigten. Eine Vorauswahl aufgrund Ihrer Zeugnisnoten darf nicht erfolgen. Weiterhin steht einer eventuellen Verbeamtung unter den Voraussetzungen des § 7 Abs. 6 SVG eine bestehende Höchstaltersgrenze nicht entgegen. Achten Sie darauf, dass diese Vorgaben von den Einstellungsbehörden beachtet werden und informieren Sie die Vormerkstelle NRW sofern dies nicht erfolgt.

5. Sobald Sie eine Einstellungszusage erhalten haben und Sie diese Stelle auch tatsächlich antreten wollen, so informieren Sie die Vormerkstelle NRW umgehend darüber. Sie erhalten dann von der Vormerkstelle NRW schriftlich eine Zuweisungsvorbereitung, in der Sie aufgefordert werden, das Original Ihrer Eingliederungsberechtigung zu übersenden.

6. Wenn Ihre Einstellungsbehörde der Vormerkstelle NRW Ihren Dienstantritt meldet, erfolgt die Zuweisung auf die Vorbehaltsstelle. Mit der Zuweisung erhält die Behörde das Original Ihrer Eingliederungsberechtigung zur Aufnahme in Ihre Personalakte. Sollte es sich dabei nur um die Bestätigung über den Anspruch nach § 9 SVG handeln, da Ihr Dienstzeitende (DZE) noch nicht erreicht ist und Sie daher noch nicht im Besitz des E- oder Z-Scheins sind, sind Sie verpflichtet, den Schein, der Ihnen zum DZE von Ihrem zuständigen BFD übersandt wird, dann unverzüglich Ihrer Einstellungsbehörde auszuhändigen.

Teilen Sie der Vormerkstelle NRW unverzüglich Änderungen Ihrer persönlichen Daten (Name, Anschrift, Kontaktdaten, etc.) mit.

Sollten Sie nicht mehr an einer Vermittlung im Zuständigkeitsbereich der Vormerkstelle NRW interessiert sein, bitte ich Sie zur Beendigung des Verfahrens das entsprechende, vollständig ausgefüllte Formblatt an die Vormerkstelle NRW zu senden. Ergeben sich weitere Fragen für Sie, nehmen Sie direkt Kontakt mit der Vormerkstelle NRW auf: Die Mitarbeiter der Vormerkstelle NRW stehen Ihnen gerne für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung.