Bezirksregierung
Köln

Berufskollegs im Regierungsbezirk Köln stärken Europa durch Internationalisierung

Im Rahmen der Veranstaltung „Würdigung der EU-Aktivitäten der Berufskollegs im Regierungsbezirk Köln – Schulentwicklung durch Internationalisierung“ hat die EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Köln das besondere Engagement der Berufskollegs im Bereich der europäischen und internationalen Zusammenarbeit gewürdigt.

Kölner Regierungspräsident Gregor Lange (am Rednerpult)
28.05.2026

Im Plenarsaal der Bezirksregierung Köln kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Ministerien, Kammern, europäischen Netzwerken sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler zusammen, um die erfolgreiche Internationalisierungsarbeit der beruflichen Bildung sichtbar zu machen und gemeinsam zu feiern.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Bedeutung europäischer Mobilität für die Schulentwicklung und die persönliche wie berufliche Entwicklung junger Menschen. Durch Austauschprogramme, internationale Partnerschaften und europäische Netzwerke erhalten Auszubildende und Lernende die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen im Ausland zu sammeln sowie interkulturelle und sprachliche Kompetenzen zu erwerben.

„Europa ist ein Friedens- und Werteprojekt. Freiheit, Demokratie, Offenheit und Zusammenarbeit werden durch die Arbeit der Berufskollegs mit Leben gefüllt“, betonte Regierungspräsident Gregor Lange in seiner Rede. Europäische Mobilität fördere nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern stärke auch Toleranz, Verantwortungsbewusstsein und demokratisches Verständnis.

Besonders hervorgehoben wurde das große Engagement der Lehrkräfte, die internationale Partnerschaften aufbauen, pflegen und weiterentwickeln. Sie schaffen die organisatorischen und pädagogischen Voraussetzungen dafür, dass europäische Zusammenarbeit für junge Menschen konkret erfahrbar wird.

Mit großem Erfolg verfolgt der Regierungsbezirk Köln seit Jahren die sogenannte „10%-Strategie“, die das Ziel verfolgt, mindestens zehn Prozent aller Auszubildenden Auslandserfahrungen zu ermöglichen. Dieser Ansatz wurde bereits 2015 im Regierungsbezirk Köln entwickelt und später landesweit etabliert. Zwei weitere Berufskollegs wurden im Rahmen der Veranstaltung für ihre Aktivitäten zur „Internationalen Zusammenarbeit in der europäischen Berufsbildung“ zertifiziert.

Inzwischen sind 96 Prozent der 56 staatlichen Berufskollegs im Regierungsbezirk Köln EU-aktiv – sei es durch Mobilitätsprogramme, internationale Kooperationen oder europäische Netzwerkarbeit. Die Internationalisierung ist damit zu einem festen Bestandteil der Schulentwicklung geworden.

Die EU-Geschäftsstelle Köln unterstützt die Berufskollegs weiterhin durch enge Kooperationen mit regionalen, europäischen und internationalen Partnern sowie mit Kammern, Betrieben und dualen Ausbildungspartnern. Ziel bleibt es, die Internationalisierung der beruflichen Bildung weiter auszubauen und damit wichtige Beiträge zur Fachkräftesicherung, Demokratiebildung und europäischen Verständigung zu leisten.

Zum Abschluss dankte Gregor Lange allen Beteiligten für ihr Engagement und der EU-Geschäftsstelle Köln für die Organisation der Veranstaltung.