Fake-Baustellen sind Fake


Seit fast einem Jahr gibt es auf dem Autobahnabschnitt der A1 zwischen Burscheid und dem Kreuz Leverkusen eine geänderte Verkehrsführung. Eine von mehreren Maßnahmen, um den Unfallschwerpunkt auf dem Abschnitt zu entschärfen. Das hatte die Bezirksregierung Köln zusammen mit der Autobahnpolizei und dem Landesbetrieb Straßenbau NRW beschlossen. Eine Sperrfläche zwischen dem zweiten und dritten Fahrstreifen trennt seitdem die Verkehrsströme in Fahrtrichtung Koblenz/Köln-Nord und Frankfurt/Oberhausen.

bild_01

Diese geänderte Verkehrsführung soll den Verkehrsablauf verbessern. Das bedeutet: Rückstaus verkürzen, um die Geschwindigkeitsdifferenzen und Fahrstreifenwechsel zu reduzieren. Dies hat ursprünglich immer wieder zu Unfällen geführt. Die geänderte Verkehrsführung ist somit keine „Fake-Baustelle“, wie sie zuletzt mehrfach in den Medien genannt wurde. Im Regierungsbezirk Köln gab es noch nie und gibt es auch in Zukunft keine derartigen Baustellen.

Die Aufteilung der Fahrstreifen durch eine Neu-Markierung auf der A1, zwischen Burscheid und dem Kreuz Leverkusen, bedeutet keine Baustellenführung, sondern eine verbesserte Verkehrsführung. Diese hat sich in Kombination mit der tatsächlichen Baustelle, im Rahmen der Sanierung des Bauwerks Lambertsmühle, in 2017 bis dato verkehrssichernd bewährt. Es gab seit Einrichtung dieser Verkehrsführung keine Unfälle mehr mit Schwerstverletzten oder Todesfolge. Die Arbeiten am Bauwerk Lambertsmühle sind inzwischen abgeschlossen, die Baustelle ist gewandert. Aktuell wird das Bauwerk Köttersbach auf dem Abschnitt saniert.

bild_02

Beispiel für vermeintliche „Fake-Baustelle“: Nach einer realen Baustelle sind hier noch Restarbeiten nötig. Die Barken sollen die Unfallgefahr verringern, dadurch dass Autofahrer nicht geradeaus fahren können. Eine durchgezogene Leitplanke ist aktuell nicht möglich, da die Durchfahrt für Polizeikräfte aber möglich bleiben muss.