Geodätische Grundnetzpunkte


Die Geodätischen Grundnetzpunkte (GGP) dienen der physischen Realisierung und Sicherung des bundesweit einheitlichen Lagebezugssystems und stellen den amtlichen Lagebezugsrahmen dar.

Die AdV (Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland) hat im Jahr 2004 beschlossen, den Raumbezug im Bezugssystem ETRS89 (European Terrestrial Reference System, Realisierung 1989) über Geodätische Grundnetzpunkte (GGP) zu realisieren und zu sichern. Die GGP sind dadurch charakterisiert, dass auf ihnen in einem Punkt die geometrische Position, der Schwerewert und die physikalische Höhe kombiniert werden. Die Bestimmung der drei Komponenten erfolgt mit voneinander unabhängigen Verfahren.

Das Netz der GGP besteht in NRW aus insgesamt 52 Punkten, davon 25 aus dem GGP Rahmennetz und den 27 Stationen des Satellitenpositionierungsdienstes SAPOS®. Die GGP sind dauerhaft, überwiegend durch tiefgegründete Pfeiler vermarkt. Sie sind nicht zum Anschluss von Vermessungen vorgesehen. GGP werden nur intern geführt und nicht über AFIS bereitgestellt.

Der flächendeckende Zugang zum amtlichen Raumbezug erfolgt durch den Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung SAPOS®, dieser bietet zentimetergenaue Positionierung über GNSS im Bezugssystem ETRS89.

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