Höhenfestpunkte (HFP)


Die Höhenfestpunkte (HFP) dienen der physischen Realisierung und Sicherung des bundesweit einheitlichen Höhenbezugssystems. Sie stellen als Höhennetz den amtlichen Höhenbezugsrahmen dar.

Höhenangaben dienen u. a. der Lösung vermessungstechnischer Aufgaben in Wissenschaft und Praxis, z. B. der Planung, Durchführung und Überwachung jeglicher Baumaßnahmen (Haus-, Straßen-, Wasser- und Eisenbahnbau), der Kartenherstellung, sowie der Feststellung und Beweisführung von Bodenbewegungen bergbaulicher oder tektonischer Herkunft.

Das Höhennetz der Landesvermessung wird durch dauerhafte Vermarkungen (Metallbolzen) realisiert, die als Höhenfestpunkte (HFP) bezeichnet werden. Sie bilden die Grundlage jeglicher in der Praxis benötigter Höhenvermessungen (Gebrauchshöhen).

Millimetergenaue Höhenangaben sind langfristig nur an stabilen Höhenfestpunktträgern gewährleistet. Hierzu eignen sich am besten Gebäude. Fehlen geeignete Gebäude als Vermarkungsträger, werden die Metallbolzen in Pfeilern aus Granit oder Beton gesetzt, die frostfrei gegründet sind.

Die HFP werden durch Präzisionsnivellements messtechnisch einheitlich und hochgenau bestimmt. Die Höhenangaben werden im amtlichen Höhenbezugssystem DHHN2016 angegeben und in Nordrhein-Westfalen im amtlichen Nachweis AFIS (Amtliches Festpunktinformationssystem) geführt. Sie repräsentieren die Höhenkomponente des bundesweit einheitlichen Raumbezuges.

Die Höhenwerte in Nordrhein-Westfalen unterliegen in großen Landesteilen zeitlichen Veränderungen, die z. B. durch anthropogene Einflüsse des Bergbaus hervorgerufen werden. Daher ist es erforderlich, in diesen Bodenbewegungsgebieten turnusmäßig Wiederholungsmessungen durchzuführen. Für ausgewählte HFP entstehen somit Zeitreihen, die als sog. Höhenzeitfolge bereitgestellt werden. Vor Gebrauch sind die Hinweise „Wichtige Nutzerinformation zum Gebrauch der Daten aus der Höhenzeitfolgekartei in NRW“ (siehe unter "Weitere Informationen") dringend zu beachten.

Die Höhenfestpunkte ermöglichen es jeder Vermessungsstelle, eigene Vermessungen in das amtliche Höhenbezugssystem DHHN2016 einzuhängen.

HFP liegen für Nordrhein-Westfalen flächendeckend vor.

Höhe / Höhenangabe: DHHN2016 (EPSG 7837)

Neubestimmungen erfolgen bedarfsgerecht, abhängig vom Grad der Bodenbewegung alle 2 – 6 Jahre

Höhe: Relative Genauigkeit (im Arbeitsgebiet) +/- 1,5 mm

  • Einzelnachweis
  • Punktliste
  • Zeitfolge
  • Punktliste mit Zeitfolge

WMS

  • AFIS: https://www.wms.nrw.de/geobasis/wms_nw_afis
  • Abgabeeinheit:
    • Punktliste
    • Punktliste mit Zeitfolge
  • Dateiformat: CSV
  • Paketierung: gesamt NRW

Die digitalen Geobasisdaten werden nach Open Data-Prinzipien kostenfrei über automatisierte Abrufverfahren bereitgestellt. Es gelten die durch den IT-Planungsrat im Datenportal für Deutschland (GovData) veröffentlichten einheitlichen Lizenzbedingungen „Datenlizenz Deutschland – Zero“ (dl-de/zero-2-0). Jede Nutzung ist ohne Einschränkungen oder Bedingungen zulässig. Der Lizenztext ist unter www.govdata.de/dl-de/zero-2-0 abrufbar.

Die Gebühren sind in der Kostenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (Vermessungs- und Wertermittlungskostenordnung – VermWertKostO NRW) vom 12.12.2019 in der jeweils gültigen Fassung und dem zugehörigen Kostentarif (VermWertKostT) festgelegt (SGV.NRW.7134).

Artikel  
Höhenfestpunkt-Punktliste – OpenGeodata.NRW zum Download
Höhenfestpunkt-Punktliste mit Zeitfolge – OpenGeodata.NRW zum Download