Laserpointer: Das Spiel mit dem Augenlicht


Arbeiter bei der Asbestsanierung

Laserpointer

Ob Linienlaser, Laserpointer, Laser-Entfernungsmessgeräte, Lasertaschenlampen oder Laserprojektoren für den Lichteffekt auf der Hauswand - über 1000 Laserprodukte überprüfte die Bezirksregierung Köln im ersten Halbjahr 2018. Häufig mussten diese Produkte aus dem Warenverkehr genommen werden, weil Grenzwerte überschritten wurden oder andere Kriterien nicht erfüllt waren. Bei den Kontrollen geraten immer wieder auch Laserpointer in den Fokus, deren Gefahrenpotential leicht unterschätzt wird.

Laserpointer sind heute ein gängiges Werkzeug bei Präsentationen. Jeder kann sie günstig erwerben, z. B. im Online-Handel. Doch werden Laserpointer von Kindern häufig auch als Spielzeug benutzt. Dabei sind Laserpointer nicht ungefährlich: Bei einer zu hohen Ausgangsleistung des Laserstrahls drohen Verletzungen an den Augen. Dabei muss man noch nicht einmal direkt in den Laserstrahl hineinschauen. Auch reflektierte Strahlung, z. B. von Wänden und Präsentationsflächen, kann das Auge dauerhaft schädigen. Eine verletzte Netzhaut kann hierbei bis zur Erblindung führen. Wenn die Ausgangsleistung des Laserpointers steigt, kann dies nicht nur das Auge, sondern auch die Haut verletzen und Verbrennungen hervorrufen.

Für die Mitarbeiter der Produktsicherheit bei der Bezirksregierung Köln bleiben Laserpointer daher auch weiterhin ein Thema. So hat die Kölner Bezirksregierung den Import eines Laserpointers unterbunden, der die zulässige Laserleistung von maximal 1mW (Milliwatt) um das 50000-fache überschritt. Eine solche Laserleistung entzündet viele Materialien bereits nach kurzer Bestrahlungszeit. Bei Auftreffen auf die menschliche Haut entstehen zwangsläufig äußerst schmerzhaften Verletzungen.

Der betroffene Laserpointer sollte aus dem außereuropäischen Ausland importiert werden. In solchen Fällen wird die Bezirksregierung Köln von den Zollbehörden zur sicherheitstechnischen Überprüfung hinzugezogen. Hierbei stellte der Mitarbeiter die überhöhten Laserstrahlungswerte fest. So wurde der gefährliche Laserpointer direkt erkannt und ein Import verhindert.

Dies ist kein Einzelfall. Immer wieder finden sich Laserpointer mit falscher Klassifizierung oder überhöhten Leistungswerten im Handel. Beim Kauf und der Verwendung eines Laserpointers sollte daher unbedingt auf Folgendes geachtet werden:

  • Ist eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache vorhanden?
  • Sind der Name und die Adresse des Herstellers oder des Importeurs vorhanden?
  • Ist die maximal zulässige Laserleistung von 1mW (Milliwatt) angegeben?
  • Und ganz wichtig: Laserpointer sind kein Spielzeug! Sie gehören nicht in Kinderhände!

Fehlt eine der Angaben, sollte von einem Kauf abgesehen werden. Die Erfahrung zeigt, dass Laserpointer, die bereits diese formalen Kriterien nicht erfüllen, auch häufig die maximal zulässige Laserleistung überschreiten. Hier heißt es dann: Finger weg!

Weitere Informationen zum Thema Laserpointer hat die Bezirksregierung Köln in einem Flyer zusammengefasst.