Geldwäscheprävention für Anbieter von Glücksspielen


Die Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen gehören zu den geldwäscherechtlich Verpflichteten, die zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung umfangreiche Vorsorgemaßnahmen umzusetzen und Sorgfaltspflichten zu erfüllen haben (§ 2 Abs. 1 Nr. 15 des Geldwäschegesetzes - GwG).

Ausgenommen hiervon sind sind:

  • Betreiber von Geldspielgeräten nach § 33c der Gewerbeordnung
  • Vereine, die das Unternehmen eines Totalisatoren nach § 1 des Rennwett- und Lotteriegesetzes betreiben
  • Lotterien, die nicht im Internet veranstaltet werden und für die die Veranstalter und Vermittler über eine staatliche Erlaubnis der in Deutschland jeweils zuständigen Behörde verfügen
  • Soziallotterien

Die Verpflichteten müssen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in Eigenverantwortung eine Risikoanalyse für ihren Geschäftsbetrieb erstellen und fortschreiben, bestimmte interne Sicherungsmaßnahmen installieren, Geschäftsbeziehungen und Transaktionen auf Auffälligkeiten überwachen um Anhaltspunkte für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung zu erkennen, Nachweise dokumentieren (z.B. über die Schulung von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern), Daten und Informationen über ihre Kunden erheben sowie Meldungen über Unregelmäßigkeiten (Verdachtsmeldungen an die FIU) veranlassen.

Die Bezirksregierung Köln überwacht die Einhaltung der geldwäscherechtlichen Verpflichtungen für Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen, die über eine von ihr erteilte glücksspielreichtliche Erlaubnis verfügen. Bei Wettvermittlungsstellen ist die Bezirksregierung bereits ab Beantragung einer Erlaubnis zuständige Aufsichtsbehörde im Sinne des GwG.

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