Praxisanleitung


Eine der wesentlichen neuen Regelungen des Pflegeberufegesetzes (PflBG) und der hierzu erlassenen Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung (PflAPrV) stellt die Praxisanleitung dar.

Praxisanleitende haben bspw. die Aufgabe:

  • Auszubildende schrittweise an die Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben als Pflegefachmann/Pflegefachfrau heranzuführen,
  • Auszubildende zum Führen des Ausbildungsnachweises anzuhalten und
  • die Verbindung zu der Pflegeschule zu halten.

Dabei stellen die Einrichtungen sicher, dass eine Mindestanleitungszeit im Umfang von zehn Prozent des jeweiligen Praxiseinsatzes erfolgt.

Für den Orientierungseinsatz, die Pflichteinsätze in Krankenhäusern, stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen sowie für den Vertiefungseinsatz wird eine bestimmte Befähigung der Praxisanleitenden gefordert.

Die Bezirksregierung prüft diese Befähigung gemäß den rechtlichen Vorgaben und überwacht die Fortbildungspflicht der Praxisanleitenden.

Die Praxisanleitung erfolgt in den obengenannten Bereichen durch Personen, die

  • über mindestens ein Jahr Berufserfahrung als Inhaber:in einer Erlaubnis als Pflegefachfrau/Pflegefachmann, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger:in oder Altenpfleger:in in den letzten fünf Jahren verfügen
    und
  • die Befähigung als Praxisanleiter:in erworben haben. Diese Befähigung ist jährlich gegenüber der Bezirksregierung nachzuweisen durch:
    • eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden
      Hinweis: Praxisanleitende, die vor dem 31. Dezember 2019 bereits über die Qualifikation zur Praxisanleitung verfügten, sind gleichgestellt und können diese Aufgabe auch mit Inkrafttreten des PlBG wahrnehmen. Die jährliche Fortbildungspflicht bleibt aber bestehen.
      und
    • kontinuierliche, insbesondere berufspädagogische Fortbildung im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich.

Die Ausbildungsträger weisen ihre Praxisanleitenden sowie die Befähigungsnachweise (u.a. durch Ausstellungsdatum der Berufserlaubnisurkunde, Weiterbildungs- und Fortbildungszertifikate) in einem Fachverfahren nach.

Den Link sowie eine Anleitung zum Fachverfahren finden Sie unter der Rubrik „Besuchen Sie auch“. Die hierauf bezogenen besonderen Datenschutzhinweise unter „Weitere Informationen“.

Aktuelle Informationen zur Praxisanleitung sowie insbesondere zu den Anforderungen, die der Gesetzgeber an

  • den Nachweiszeitraum
  • die Weiter- und Fortbildungsverpflichtung, -inhalte und -zertifikate sowie
  • das Verfahren zur Wiederaufnahme der Praxisanleitungsaufgaben

stellt, finden Sie in den Erlassen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Einen Link hierzu finden Sie unter der Rubrik „Besuchen Sie auch“.

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Postanschrift
Bezirksregierung Köln·50606 Köln

Hotline
+49 221-147 5590
Mo, Di, Do 09-11 Uhr

  praxisanleitung@brk.nrw.de