Verdachtsmeldungen / Hinweise


Als Verpflichteter obliegt Ihnen die Pflicht bei Vorliegen von Tatsachen, die auf Geldwäsche hinweisen, den Sachverhalt der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) zu melden.

Deuten Tatsachen darauf hin, dass

  • es sich bei den Vermögensgegenständen, mit denen das Geschäft getätigt werden soll, um Erträge krimineller Aktivitäten handelt (bzw. darauf, dass eine Vortat der Geldwäsche begangen worden sein könnte,) oder
  • die Vermögenswerte im Zusammenhang mit Terrorismusfinanzierung stehen, oder
  • der Vertragspartner nicht offengelegt hat, ob es einen wirtschaftlich Berechtigten gibt

hat der Verpflichtete diesen Sachverhalt unabhängig vom Wert des Gegenstandes der Transaktion der FIU zu melden. Das heißt, dass auch Transaktionen, die gar nicht zustande kamen bzw. nicht durchgeführt wurden zu melden sind. Für Güterhändler gilt diese Meldepflicht auch für Bargeldgeschäfte mit einem Wert unter 10.000 Euro.

Nach der pflichtigen Meldung darf die Transaktion nicht durchgeführt werden. Die Durchführung darf erst stattfinden, wenn

  • der dritte Werktag nach dem Abgangstag der Meldung verstrichen ist, ohne dass die Durchführung der Transaktion durch die FIU oder die Staatsanwaltschaft untersagt worden ist oder
  • die Zustimmung der FIU oder der Staatsanwaltschaft zur Durchführung übermittelt wurde.

Die Meldung hat elektronisch zu erfolgen. Dazu muss online ein Zugang bei der Software goAML angelegt werden. Verpflichtete haben außerdem ein angemessenes Verfahren einzuführen, um interne Mitteilungen über Verstöße gegen geldwäscherechtliche Vorschriften vertraulich an geeignete Stellen zu berichten.