Städtebauförderung


Städte und einzelne Quartiere verändern sich und werden vor immer neue Herausforderungen gestellt. Land, Bund und Europäische Union unterstützen die Städte und Gemeiden bei diesem Wandlungsprozess mit Mitteln der Städtebauförderung.

Seit der Neuausrichtung der Programmstruktur im Jahr 2020 stehen drei Förderprogramme mit unterschiedlichen Ausrichtungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung zur Verfügung:

Ziel des Programms „Lebendige Zentren“ ist die Anpassung, Stärkung und Revitalisierung sowie der Erhalt von Stadt- und Ortskernen, historischen Altstädten, Stadt- und Ortsteilzentren, die Profilbildung und Standortaufwertung sowie der Erhalt und die Förderung der Nutzungsvielfalt.

Das Programm "Sozialer Zusammenhalt" wird für Investitionen in städtebauliche Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung von Stadt- und Ortsteilen eingesetzt, die aufgrund der Zusammensetzung und wirtschaftlichen Situation der darin lebenden und arbeitenden Menschen erheblich benachteiligt sind. Hierdurch soll ein Beitrag zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität samt Nutzungsvielfalt, zur Integration aller Bevölkerungsgruppen und zur Stärkung des Zusammenhalts in der Nachbarschaft geleistet werden.

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt die Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demografischen Wandels in Gebieten, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten betroffen sind. Ziel ist, das Wachstum und die nachhaltige Erneuerung der von Strukturwandel betroffenen Gebiete zu lebenswerten Quartieren zu befördern.

Das Strukturförderprogramm "REGIONALEN" bündelt unterschiedliche Fördermittel in ausgewählten Regionen. Dezernat 35 betreut die REGIONALE 2025 "Bergisches Rheinland", bestehend aus dem Rheinisch-Bergischen, dem Oberbergischen und dem Rhein-Sieg-Kreis, federführend für die Bezirksregierung Köln.

Gefördert werden insbesondere vorbereitende Untersuchungen und Planungen, öffentliche Baumaßnahmen, quartiersbezogene Ansätze von Privaten und Beteiligungsformate. Grundlage ist stets die Aufstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes der Stadtentwicklung.

Dezernat 35 berät die Kommunen im Vorfeld und in allen Projektphasen. Antragsberechtigt sind ausschließlich Städte, Gemeinden und Kreise sowie der Landschaftsverband. Anträge werden in Dezernat 35 eingereicht, dort geprüft und anschließend bewilligt.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG NRW) veröffentlicht jährlich das Stadterneuerungsprogramm. Darin werden alle Projekte benannt, für die eine Förderung beabsichtigt ist.