Gestaltung eines kommunikativen und interkulturell-sensiblen Französisch- und Spanischunterrichts am beruflichen Gymnasium


Kenn-Nr.: 1.295.2021/22-Hei
Thema: Die Gestaltung eines kommunikativen und interkulturell-sensiblen Französisch- und Spanischunterrichts am beruflichen Gymnasium
Termine Förderung der Hörverstehenskompetenz in Französisch und Spanisch: 02.02.2022, 09:00-16:00 Uhr
Förderung der interkulturellen Kompetenz in Französisch und Spanisch: 08.06.2022, 09:00-16:00 Uhr
Ort: Erich-Gutenberg-Berufskolleg, Köln
Moderation: Jessica Bos und Silke Möllmann

Zielgruppe: Kolleginnen und Kollegen, die am beruflichen Gymnasium Französisch und/oder Spanisch unterrichten

Kosten: Reisekosten werden nicht von der Bezirksregierung Köln erstattet.
Inhalte:

Im Alltags- und Berufsleben, das durch immer stärkere globale Vernetzungen geprägt ist, spielt die mündliche Kommunikation eine herausragende Rolle. Darauf kann und soll der Unterricht moderner Fremdsprachen wie Französisch und Spanisch am beruflichen Gymnasium vorbereiten.

Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die am beruflichen Gymnasium in den Anlagen D1 - D28 Französisch und / oder Spanisch unterrichten, und verfolgt das Ziel, sie dabei zu unterstützen den eigenen Unterricht kommunikativ auszurichten und so zu gestalten, dass es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird, ihre interkulturelle Kompetenz schrittweise aufzubauen. Über den Rahmen der Fortbildungsveranstaltung hinaus sollen die Kolleginnen und Kollegen innerhalb eines Netzwerks begleitet werden.

Modul: Förderung der Hörverstehenskompetenz in Französisch und Spanisch

Die Relevanz des Hörverstehens ist in authentisch-fremdsprachlichen Kommunikationssituationen sehr hoch. Im schulischen Kontext unterstreichen insbesondere die mündlichen Prüfungsformate (ggf. mit auditiven und audiovisuellen Materialien als Textgrundlage) diese Bedeutsamkeit.

Gleichzeitig stellt das Hörverstehen und der dynamisch-unmittelbare Charakter mündlicher Kommunikation insgesamt für viele Schülerinnen und Schüler eine besondere Herausforderung dar. Die Sorge nicht zu Verstehen bereitet Unbehagen sowohl auf Seiten der Lernenden als auch der Lehrenden und braucht neben zielführenden Methoden auch Mut und Überwindungskraft.

In einer kurzen Präsentation werden fachdidaktische Überlegungen, Ideen und Konzepte sowie Vorgaben aus den entsprechenden Lehrplänen zum Hörverstehen vorgestellt.

Basierend auf eigenen bisherigen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden anschließend Methoden und Konzepte zur Förderung der Hörverstehenskompetenz an konkreten Themenbeispielen besprochen, um auf dieser Grundlage eigene Ansätze zum Training des Hörverstehens zu generieren.

Thematische Schwerpunkte bilden dabei u. a. die mediale Unterstützung bei der Förderung von Hörverstehen, die Vorbereitung auf mündliche Prüfungsformate, und die Bewertung von Hörverstehensleistung.

Modul: Förderung der interkulturellen Kompetenz in Französisch und Spanisch

Der moderne Fremdsprachenunterricht setzt sich zum übergeordneten Ziel, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten und friedvolle, bereichernde interkulturelle Begegnungen zu ermöglichen. Das Erlernen einer Fremdsprache ist in diesem Anliegen wohl eines der wirksamsten Mittel.

Klassische Missverständnisse, wie sie etwa in Begrüßungssituationen entstehen, zeigen aber auch, dass Verständigungsprobleme oft eher auf einem fehlenden Bewusstsein kultureller Faktoren, als auf einem Mangel an Beherrschung der Sprache beruhen. Meist bringen uns Missverständnisse zum Schmunzeln, sie haben aber auch das Potential Spannung, Konflikt und Unmut im Verständigungsprozess zu erzeugen und – im ungünstigsten Fall - zu verfestigen.

Vor diesem Hintergrund und ausgehend von der Frage, wie eine Förderung der Sensibilität für interkulturelle Aspekte gelingen kann, nimmt die Fortbildung das interkulturelle Lernen im Unterricht in den Blick. Nach einer Reflexion des Kulturbegriffs werden relevante und unterrichtstaugliche Übungsformate entlang unterschiedlicher interkultureller Handlungsfelder getestet, reflektiert und fachdidaktisch-konzeptionell angereichert. Im Fokus steht dabei die Förderung der Empathiefähigkeit der Schülerinnen und Schüler durch das Ermöglichen von Perspektivwechsel. Die Übungsformate und das Material sind auch für Sprachanfängerklassen geeignet.