Qualifikationserweiterung für sozialpädagogische Berufe


Kenn-Nr.: 1.124.2018/19-Hei
Thema: Qualifikationserweiterung für sozialpädagogische Berufe
Zeit/ Beginn/Ort: Die Teilnahme wird pro Schulhalbjahr mit 2 Std./Woche auf die Unterrichtsverpflichtung angerechnet, die nicht bedarfserhöhend für die Schule wirksam wird. Der Fortbildungskurs startet im Februar 2019, die Präsenzveranstaltungen werden wechselnd mittwochs am Berufskolleg in Köln-Ehrenfeld und am Georg-Kerschensteiner Berufskolleg in Troisdorf stattfinden. Starttermin: 13.02.2019, 10-15h im Berufskolleg Ehrenfeld. Die Gesamtplanung mit allen Terminen und Veranstaltungsort wird dann bekannt gegeben.
Moderation: Sabine Bädorf, Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg, Troisdorf André Kirczek, Berufskolleg Ehrenfeld, Köln Maren Stell, Berufskolleg, St. Nikolaus-Stift, Zülpich
Zielgruppe: Lehrkräfte des Berufskollegs, die u.a. für den Einsatz in den Fächern und Lernfeldern der sozialpädagogischen Bildungsgänge (Anlagen B und E der APO-BK) eingeplant sind und die Lehrbefähigung für das Lehramt an Berufskollegs oder für die Sekundarstufe II erworben haben.
Kosten: Kosten: Reisekosten werden von der Bezirksregierung Köln erstattet.
Inhalte:

Die grundlegende Qualifizierung für den Unterrichtseinsatz in berufsqualifizierenden Bildungsgängen für sozialpädagogische Berufe fußt auf der Basis des Lehrplans der Fachschule für Sozialpädagogik.

Im Gesamtvolumen von 240 Std. – gestreckt auf 18 Monate – erlangen die Teilnehmenden die Kompetenz, den Unterrichts so zu gestalten, dass sie den Anforderungen der aktuellen Lehr- und Bildungspläne mit der Ausrichtung auf den Theorie-Praxis-Transfer, einschließlich der Praxisbegleitung, entsprechen sowie die Kompetenzentwicklung der Studierenden unterstützen und fördern können. Die Teilnehmenden verfügen in Bearbeitung der Lernfelder/Fächer über die Kompetenz, die Lehr- Lernprozesse fachlich fundiert so zu gestalten, dass

  • eine Analyse der Berufsmotivation der Studierenden und eine Reflexion sowie Weiterentwicklung der beruflichen Identität und Professionalität möglich ist.
  • die Studierenden der Fachschule mit Bezug auf die Bildungsgrundsätze NRW die professionelle Gestaltung von sozialpädagogischer Bildungsarbeit in den unterschiedlichen Bildungsbereichen umsetzen.
  • die Studierenden die Beziehungsgestaltung zu verschiedenen Adressatengruppen in sozialpädagogischen Einrichtungen entwickeln können.
  • die Studierenden pädagogische Prozesse aufgrund der Vielfalt von Lebenswelten, Lebenssituationen sowie der Diversität von Adressaten mit dem Ziel Inklusion fördern, planen, durchführen und reflektieren.
  • die unterschiedlichen Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren lernfelddidaktisch aufbereitet werden können.
  • die Umsetzung der an Lernsituationen orientierten didaktischen Planungen leisten können.
  • sie Konzepte der Qualitäts- und Teamentwicklung analysieren und für die Unterrichtsgestaltung nutzbar machen zu können.

Auseinandersetzung mit der eigenen Berufsrolle
Die Teilnehmer/innen reflektieren ihre Lehrerrolle, sie nehmen eine kritische und reflektierende Haltung zu Handlungen ihres beruflichen Alltags ein. Die TN nehmen Erwartungen und Anforderungen an die Lehrtätigkeit im Bereich Sozialpädagogik wahr, reflektieren diese und ziehen Konsequenzen für ihr pädagogisch-didaktisches Handeln. Die TN erwerben/ vertiefen ihr Wissen über die Lernfelddidaktik, um konkrete Unterrichtsvorhaben zu gestalten, ergänzend bieten sich kollegiale Hospitationen im Kollegium des Bildungsgangs an. Darüber hinaus setzen sich die TN mit ihrer Rolle in der Praxisbetreuung auseinander.

Das Gesamtvolumen des Kurses von 240 Std wird gestreckt auf 18 Monate, d.h. für die TN sind 2 Std. Reduktion auf die Unterrichtsverpflichtung so einzuplanen, dass der Fortbildungstag Mittwoch für die Präsenzveranstaltungen genutzt werden kann. Der Mittwoch kann also nicht im Stundenplan mit festem Unterricht eingeplant werden.

Der Zertifizierungskurs umfasst insgesamt 240 Stunden und wird aufgeteilt in

  • 160 Stunden Präsenzveranstaltungen (20 Termine x 8 Stunden)
  • + 80 Stunden Konzept Praxisbetreuung/ schulinternes Mentoring

Die Teilnehmenden dokumentieren alle Lernprozesse über ein persönliches Portfolio, das auch in Rahmen des Abschlusszertifikats die inhaltliche Arbeit beschreibt.

Konzept Praxisbetreuung
Um der besonderen Bedeutung der (zukünftigen) Praxisbetreuung Rechnung zu tragen ist vorgesehen, dass die TN schulintern über Mentoring durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen im Umfang von 80 Stunden begleitet werden. In diesem Zusammenhang sollen die TN zunächst einmal Praxisbesuche von erfahrenen Lehrkräften begleiten, um im weiteren Verlauf Praxisbesuche in unterschiedlichen Praxisfeldern selbstständig durchzuführen. Diese Besuche werden im kollegialen Austausch mit der erfahrenen Lehrkraft sowie im Qualifizierungskurs reflektiert.

Hinweis: Es werden rechtzeitig entsprechende Informationen an die Teilnehmenden herausgegeben. Zusätzlich wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und von deren Schulen erwartet, dass ein entsprechendes Lehrerpraktikum während dieser Zeit ergänzt wird, um die Fachpraxis kennenzulernen. (geregelt nach BASS 12-21 Nr. 1, Pkt. 7.2, RdErlass des MSW vom 21.10.2010 ‚Berufs- und Studienorientierung’)

Um die Nähe zur Berufspraxis zu sichern, muss für den Zeitraum bis nach den Herbstferien 2019 ein zweiwöchiges Lehrerpraktikum im Tätigkeitsfeld Kindertagesstätte vorgesehen werden.

Die Teilnehmer/innen erwerben/ vertiefen dort ihr Handlungswissen über das Arbeitsfeld Kindertagesstätte. Die Teilnehmer/innen versetzen sich aufgrund fundierter Selbstreflexion in die individuelle Lebenssituation von Kindern und Praktikanten. Die Teilnehmer/innen erleben sich in der Rolle einer Praktikantin/ eines Praktikanten und reflektieren dies im Hinblick auf ihre Tätigkeit in der Praxisbetreuung. Ein weiteres zweiwöchiges Lehrerpraktikum im Arbeitsfeld Offene Ganztagsgrundschule (OGS) muss bis nach den Osterferien 2020 eingeplant werden.