Bausteine auf dem Weg zur inklusiven Schule


Kenn-Nr.: 1.122.2018/19-Hei
Zielgruppe: Lehrkräfte im Berufskolleg (ggfs. auch SozialpädagogInnen und/oder Werkstattlehrkräfte), insbesondere in der Ausbildungsvorbereitung, die Unterricht für Schüler/innen mit besonderem Unterstützungsbedarf gestalten
Inhalte:

Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf benötigen gezielte Unterstützung durch angemessene Beratung und Begleitung sowie durch individuelle Unterrichtsgestaltung. Einige der hierfür notwendigen Bausteine werden in diesen Lehrerfortbildungen vorgestellt, in Übungen erprobt und reflektiert. Die Teilnehmer/innen dieses Kurses erhalten die Gelegenheit, ihre eigene Arbeit zu hinterfragen, bestehende Vorgehensweisen zu überprüfen und sich neue anzueignen, was nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Kolleginnen und Kollegen wertvolle neue Impulse verschafft. Die folgenden Module lassen sich – untereinander kombinierbar – nutzen, um neue Konzepte für alle Beteiligten (Lehrer/innen, Schüler/innen) zu erarbeiten.

Kosten: Reisekosten werden nicht von der Bezirksregierung Köln erstattet.

Modul 1: Der Nachteilsausgleich im Schulalltag
Termin: 28.11.2018
Ort: CJD Christophorusschule, Frechen (angefragt)
Moderation: Heike Monjean, Nelly-Pütz-Berufskolleg, Düren Siegfried Pranke, Goldenberg Berufskolleg, Hürth
Inhalt:

„Nachteilsausgleiche zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und/oder sonderpädagogischem Förderbedarf durch gezielte Hilfestellungen in die Lage zu versetzen, ihre Fähigkeiten im Hinblick auf die gestellten Anforderungen nachzuweisen.“
(Arbeitshilfe des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW zur Gewährung von Nachteilsausgleichen, Nov. 2013, Seite 4) Nachteilsausgleich – was heißt das eigentlich? Wer kann ihn erhalten? Wie kann der Nachteilsausgleich konkret aussehen? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Schülerinnen und Schüler? Jeder Nachteilsausgleich ist individuell zu gestalten. Die Fortbildung vermittelt daher neben den rechtlichen Rahmenbedingungen, die auch das Antragsverfahren und die Dokumentation beschreiben, eine Fülle von Fallbeispielen, die den Nachteilsausgleich in der Praxis begreif- und umsetzbar machen. Gemeinsam werden konkrete Handlungsstrategien entwickelt.


Modul 2: Inklusion im Unterrichtsalltag - Herausforderungen für multiprofessionelle Teams in der Ausbildungsvorbereitung
Termin: 12.12.2018 und 16.01.2019, jeweils 9-16h
Ort: Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg Troisdorf Kerschensteiner Str. 4 in 53844 Troisdorf
Moderation: Elke Seibold, Georg-Kerschensteiner Berufskolleg Troisdorf Julia Umlauf, Georg-Kerschensteiner Berufskolleg Troisdorf
Inhalt:

Inklusiver Unterricht zielt auf die Partizipation aller Jugendlichen im gemeinsamen Unterricht und erfordert aufgrund der zunehmenden Heterogenität der Schüler eine neue Sicht auf Unterricht und aller beteiligten Akteure.
Die Inhalte und Themen dieser zweiteiligen Fortbildung beziehen sich auf die Gestaltung und Umsetzung eines „inklusiven“ Unterrichts und der Prävention und Intervention von Unterrichtsstörungen.

Teil A - Inklusive Unterrichtsgestaltung

  • Merkmale inklusiver Unterrichtsgestaltung
  • Praxisbeispiele zur konkreten Umsetzung
  • Entwickeln eigener Ansätze zur Implementierung von Inklusion im Unterricht

Teil B - Classroom-Management -Strategien zur Prävention und Intervention von Unterrichtsstörungen

  • Entwicklung einer inklusiven Klassenkultur
  • Gestaltungsmöglichkeiten der Lernumgebung
  • Vereinbarungen entwickeln und deren Einhaltung sichern
  • Trainingsraumkonzept

Modul 3: Förderung von Teamentwicklung bei Schülerinnen und Schülern - Spiele zur Förderung von Kooperations- und Konfliktfähigkeit
Termin: 13.02.2019, 9:00-16:00 Uhr
Ort: Berufskolleg Köln-Porz
Moderation: Sigrid Mathes-Rininsland, Berufskolleg Köln-Porz Elke Seibold, Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg Troisdorf
Inhalt:

Um soziale Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu fördern, können Spiele im Unterrichtseinsatz hilfreich sein.
Über Stärkung des Selbstwertgefühls, durch das eigene Erleben im Spiel, wird das Selbstbewusstsein und die Handlungskompetenz in konfliktträchtigen Situationen verbessert.
Auf der Basis von Erfahrungen mit Klassen aus dem Bereich Ausbildungsvorbereitung und Berufsfachschule werden verschiedene Siele zur Förderung der Kooperations- und Konfliktfähigkeit praktisch erprobt und bezüglich der Einsatzmöglichkeiten im Unterricht reflektiert.