Sprache und Sprachsensibilität fördern am Berufskolleg - ein Thema für jeden Bildungsgang, für jeden Fachzugang


Kenn-Nr.: 1.276.2018/19-Hei
Thema: Sprache und Sprachsensibilität fördern am Berufskolleg - ein Thema für jeden Bildungsgang, für jeden Fachzugang Termin: jeweils 05.12.2018 und 20.02.2019, jeweils 09:00-16:00 Uhr
Ort: Jugendherberge Köln-Riehl, bzw. Bezirksregierung Köln
Zielgruppe: Lehrkräfte, die in den jeweiligen o.g. Fachbereichen (dual od. Vollzeit) unterrichten und sich mit Sprachsensibilität beschäftigen
Moderation: Fachbereich Wirtschaft und Verwaltung:
Angela Haack, Kaufm Berufskolleg Düren/ Holger Foltz, Berufskolleg Jülich/ Martin Wüst, Berufskolleg Siegburg Fachbereich Soziales und Gesundheit:
Andrea Preuss Berufskolleg Humboldtstr. Köln/ Elke Sudeck Berufskolleg Berg Gladbach/ Petra Lersch-Arlinghaus, Berufskolleg Jülich/ Theresa Kuss, Berufskolleg Humboldtstr. Köln Fachbereich Technik/ NW:
Andrea Preuss Berufskolleg Humboldtstr. Köln/ Elke Sudeck Berufskolleg Berg Gladbach/ Petra Lersch-Arlinghaus, Berufskolleg Jülich/ Theresa Kuss, Berufskolleg Humboldtstr. Köln
Kosten: Reisekosten werden von der Bezirksregierung übernommen.
Inhalte:

Berufliche Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler im Berufskolleg ist – für jeden Bildungsweg – eng verbunden mit der souveränen Nutzung sprachlicher Kompetenzen. Die gemeinsame Verantwortung in der unterrichtlichen Umsetzung liegt bei allen Fächern. Je nach Anspruchsniveau des Bildungsgangs und den Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ist entsprechend adressatengerecht die jeweilige Unterstützung bereitzustellen. Der „bewusste und förderliche Umgang mit Sprache in allen Fächern und schulischen Handlungsbereichen“ wird ausdrücklich im Referenzrahmen Schulqualität NRW gefordert (QB 2, insb. 2.7. – in Verbindung mit 2.2 und 2.6).
Der Schulerfolg von Schülerinnen und Schüler hängt maßgeblich vom Erwerb der Bildungssprache (auf mündlicher und schriftlicher Ebene) ab. Nur mit diesem Sprachregister ist es möglich, am Unterrichtsgespräch teilzunehmen sowie schulisches Arbeitsmaterial und Prüfungsunterlagen zu verstehen.
Neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler verfügen selbst im Fall eines nachgewiesenen Sprachniveaus B1 der GER (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen) nicht oder nur in Teilen über die sprachlichen und metakognitiven Kompetenzen, die für den Gebrauch der Bildungssprache notwendig sind.
Daraus folgt für eine systematische Unterrichtsentwicklung: Fachlehrkräfte in allen Bildungsgängen( nicht nur bei IFK od. Anlage B) benötigen eine fachliche und didaktische Unterstützung und Orientierung mit Blick auf die bildungssprachlichen Anforderungen ihres jeweiligen Faches bzw. Bildungsgangs. Dabei sind auch progressiv aufeinander aufbauende Niveaustufen der aktiven und passiven Sprachverwendung zu berücksichtigen. Diese Unterstützung und Orientierung ist in Fach- und Bildungsgangkonferenzen abzustimmen, um Vereinbarungen zwischen Fachlehrkräften, nicht nur zwischen den Fachlehrkräften mit dem Fach Deutsch, zu treffen. Ziel ist es, eine auf die Identifikation von sprachlichen Defiziten ausgerichtete Sicht zu überwinden und stattdessenn im Sinne einer pädagogischen Unterrichtsentwicklung über den sprachsensiblen Fachunterricht zu einer systematischen Sprachförderung als Querschnittsthema aller Fächer beizutragen.
Die Grundzüge der deutschen Sprache zeigen einige Besonderheiten, die insbesondere im Verstehen und Anwenden der Bildungssprache für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund zu Stolpersteinen werden können.

Schwerpunkte der Fortbildung:

  • sprachliche Sensibilisierung
  • Diagnose anhand von Arbeitsblätter bzw. Klausuren im Hinblick auf sprachliche Stolpersteine
  • Differenzierungsansätze: Unterrichtsmethoden und -materialien, die im Unterricht angewendet werden:
    • Differenziertes Angebot von Texten im Unterricht
    • Differenzierter Umgang mit Texten im Unterricht
  • Thematisierung von Anregungen zum selbstständigen Lernen von Schülerinnen und Schülern ( u.a. unter Einbeziehung digitaler Medien bzw. Lernen im und außerhalb des Unterrichts zur Stärkung von individuellem Lernen)
  • exemplarische Bearbeitung von Lernsituationen (auch fächerübergreifend), in deren Bearbeitung die gezielte Unterstützung bei den Stolpersteinen der deutschen Sprache einbezogen sein kann

Nach einem Input zum Thema wird exemplarisch der Arbeitsprozess angeregt, den die Teilnehmenden bezüglich ihrer konkreten Unterrichtsgestaltung durchleben. Dabei werden ergänzende Tools vorgestellt und die Schrittabfolge reflektiert.
Die Teilnehmer/innen werden gebeten, zur Bearbeitung in der Fortbildung Arbeits-materialien und andere Beispiele aus dem Unterricht (Beispiele von Schüler-leistungen, Unterrichtsmaterial/ Aufgabenformulierungen) mitzubringen. Es handelt sich insgesamt um eine zweitägige Fortbildung, ggfs. wird in der Gruppe ein Rückkopplungstermin verabredet. Die Fortbildungsgruppen sind nach