Förderprogramm - Feldvogelinseln im Acker


Das Umweltministerium NRW hat auch für das Jahr 2018 ein einjähriges Förderprogramm „Feldvogelinseln im Acker“ in Kraft gesetzt.

Danach können Fördermittel für Maßnahmen zur Schaffung von Brut, Nahrungs- und Rückzugsflächen für Brutvogelarten der offenen Feldflur beantragt werden.

Aufgrund des Erlasses des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW (MULNV NRW) vom 18.12.2017 in Verbindung mit der Landeshaushaltsordnung (LHO) und den Verwaltungsvorschriften (VV) für Zuwendungen an den außergemeindlichen Bereich (ANBestP) werden Projekte zur Schaffung von Brut-, Nahrungs- und Rückzugsflächen für Brutvogelarten in der offenen Feldflur gefördert.

Zuwendungsempfänger/innen können Landwirtinnen und Landwirte sein.

Gefördert wird die Anlage von Feldvogelinseln auf geeigneten Ackerflächen mit anschließender Bewirtschaftungsruhe vom 01.04.2018 bzw. dem Datum des Zuwendungsantrages bis zur Ernte der angrenzenden Hauptfrucht.

Folgende Fördervoraussetzungen müssen gegeben sein:

  • Bewirtschaftungsruhe vom 01.04.2018 bzw. Datum des Zuwendungsantrages bis zur Ernte der angrenzenden Hauptfrucht, spätestens bis zum 01.10.2018,
  • auf dem Schlag müssen sich mindestens 3 Feldvogelbrutpaare bzw. Reviere einer oder mehrerer Arten der Anlage 2 des Erlasses auf der Insel befinden (als Beleg für ein Brutpaar reichen die revieranzeigenden Verhaltensweisen wie Gesang oder Balz),
  • Verzicht auf Düngung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln,
  • eventuelle Pflanzenschutzmaßnahmen (Entfernen von problematischen Ackerunkräutern) dürfen nur in Ausnahmefällen und nur nach vorheriger Abstimmung mit der örtlich zuständigen Gebietsbetreuung (i.d.R. Biologische Stationen oder die Unteren Naturschutzbehörden) vorgenommen werden,
  • die von der Bewirtschaftungsruhe betroffenen Feldvogelinseln (0,5 - 1,0 ha, in fachlich begründeten Ausnahmefällen bis 2,0 ha) innerhalb des Schlages haben zu Beginn der Brutzeit sehr lückige bis keine Vegetation und eine Mindestbreite von 50 m,
  • der Abstand der nicht bewirtschafteten Feldvogelinseln zu vertikalen Strukturen (Gebäude, Büsche, Bäume ≥ 5m) muss grundsätzlich mindestens 50 m betragen. Ein verringerter Mindestabstand ist in begründeten Einzelfällen möglich,
  • auf dem bewirtschafteten Restschlag sind markierte Nester vor Bearbeitungsverlusten zu bewahren,
  • von der Unteren Naturschutzbehörde oder der Gebietsbetreuung ist das Vorhandensein von mindestens 3 Feldvogelbrutpaaren zu bestätigen,

Eine einmalige Bodenbearbeitung (Mulchen, Eggen) vor dem 01.04. bzw. ab Datum des Zuwendungsantrages ist nicht förderschädlich. Die Antragsunterlagen auf Förderung sind bei der Bezirksregierung Köln, Dezernat 51 einzureichen. Der Auszahlungsantrag der gleichzeitig als Verwendungsnachweis dient kann erst nach erfolgter Ernte der angrenzenden Hauptfrucht gestellt werden und soll bis zum 15.11.2018 vorliegen.

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