Förderprogramm - Feldvogelinseln im Acker


Förderprogramm - Feldvogelinseln im Acker

Das Umweltministerium NRW hat auch für das Jahr 2019 ein einjähriges Förderprogramm „Feldvogelinseln im Acker“ in Kraft gesetzt. Danach können Fördermittel für Maßnahmen zur Schaffung von Brut, Nahrungs- und Rückzugsflächen für Brutvogelarten der offenen Feldflur beantragt werden.

Aufgrund des Erlasses des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW (MULNV NRW) vom 23.11.2018 in Verbindung mit der Landeshaushaltsordnung (LHO) und den Verwaltungsvorschriften (VV) für Zuwendungen an den außergemeindlichen Bereich (ANBestP) werden Projekte zur Schaffung von Brut-, Nahrungs- und Rückzugsflächen für Brutvogelarten in der offenen Feldflur gefördert.

Zuwendungsempfänger/innen können Landwirtinnen und Landwirte sein.

Gefördert wird die Anlage von Feldvogelinseln auf geeigneten Ackerflächen mit anschließender Bewirtschaftungsruhe vom 01.04.2019 bzw. dem Datum des Zuwendungsantrages bis zur Ernte der angrenzenden Hauptfrucht.

Folgende Fördervoraussetzungen müssen gegeben sein:

  • die von der Bewirtschaftungsruhe betroffenen Feldvogelinseln (0,5 - 1,0 ha, in fachlich begründeten Ausnahmefällen bis 2,0 ha) innerhalb des Schlages haben zu Beginn der Brutzeit sehr lückige bis keine Vegetation und eine Mindestbreite von 50 m,
  • Bewirtschaftungsruhe vom 01.04.2019 bzw. Datum des Zuwendungsantrages bis zur Ernte der angrenzenden Hauptfrucht, spätestens bis zum 01.10.2019 (Hinweis: Erst wenn die angrenzende Hauptfrucht abgeerntet ist, kann die Bewirtschaftung auf der Insel wieder aufgenommen werden),
  • auf dem Schlag müssen sich mindestens 3 Feldvogelbrutpaare bzw. Reviere einer oder mehrerer Arten der Anlage 2 des Erlasses auf der Insel befinden (als Beleg für ein Brutpaar reichen die revieranzeigenden Verhaltensweisen wie Gesang oder Balz),
  • Verzicht auf Düngung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln,
  • eventuelle Pflanzenschutzmaßnahmen (Entfernen von problematischen Ackerunkräutern) dürfen nur in Ausnahmefällen und nur nach vorheriger Abstimmung mit der örtlich zuständigen Gebietsbetreuung (i.d.R. Biologische Stationen oder die Unteren Naturschutzbehörden) vorgenommen werden,
  • der Abstand der nicht bewirtschafteten Feldvogelinseln zu vertikalen Strukturen (Gebäude, Büsche, Bäume ≥ 5m) muss grundsätzlich mindestens 50 m betragen. Ein verringerter Mindestabstand ist in begründeten Einzelfällen möglich,
  • auf dem bewirtschafteten Restschlag sind markierte Nester vor Bearbeitungsverlusten zu bewahren,
  • von der Unteren Naturschutzbehörde oder der Gebietsbetreuung ist das Vorhandensein von mindestens 3 Feldvogelbrutpaaren zu bestätigen,

Eine einmalige Bodenbearbeitung (Mulchen, Eggen) vor dem 01.04. bzw. ab Datum des Zuwendungsantrages ist nicht förderschädlich.

Die Antragsunterlagen auf Förderung sind bei der Bezirksregierung Köln, Dezernat 51 einzureichen.

Der Auszahlungsantrag der gleichzeitig als Verwendungsnachweis dient kann erst nach erfolgter Ernte der angrenzenden Hauptfrucht gestellt werden und soll bis zum 15.11.2019 vorliegen.

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Bezirksregierung Köln·50606 Köln
Frau Bittner
  T: (49)0 221-147 3412
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