Billigkeitsleistungen und Zuwendungen nach den "Förderrichtlinien Wolf"


Im Rahmen einer Billigkeitsleistung erfolgt eine Entschädigung der durch den Wolf direkt getöteten Nutz- und Haustiere (einschließlich der Jagd-, Herdenschutz- und Hütehunde) sowie der infolge eines Wolfsübergriffs später verendeten oder aus Tierschutzgründen getöteten Tiere und der Verluste durch Verwerfen.

Darüber hinaus werden auch die Ausgaben für einen Tierarzt im Fall der Behandlung oder Einschläferung durch den Wolfsübergriff verletzter Tiere einschließlich der Kosten für Medikamente, die Ausgaben für die Tierkörperbeseitigung einschließlich der Trans-portkosten entschädigt. Sachschäden an Zäunen und Schutzvorrichtungen, die durch den Wolfsübergriff entstanden sind, Gebühren für die amtliche Marktwertermittlung so-wie Untersuchungskosten für tot aufgefundene Tiere werden ebenfalls entschädigt. Billigkeitsleistungen können für den gesamten Regierungsbezirk Köln beantragt werden.

Im Rahmen einer Zuwendung werden in einem Wolfsverdachtsgebiet, einem Wolfsgebiet und in einer Pufferzone um ein Wolfsgebiet Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Schafen, Ziegen und Gehegewild gefördert. Bei Bedarf kann die Förderung von Präventionsmaßnahmen für weitere Tierarten zugelassen werden.

Zuwendungen können innerhalb der Pufferzone für das Wolfterritorium Stegskopf (Rheinland-Pfalz) beantragt werden. Hierzu gehören die Gemeinde Windeck im Rhein-Sieg-Kreis sowie die Stadt Waldbröl und die Gemeinden Morsbach und Reichshof im Oberbergischen Kreis.

Natürliche und juristische Personen des Privatrechts sowie Personengesellschaften mit landwirtschaftlichem Haupt- oder Nebenerwerb.

Bei der Billigkeitsleistung werden 100 % des Betrages der amtlichen Wertermittlung für die Tiere (durchzuführen durch die untere Veterinärbehörde) sowie der oben genannten sonstigen Kosten erstattet.

Im Rahmen der Präventionsmaßnahmen werden 100 % der Kosten für die Optimierungen und Neuanschaffungen von Schutzzäunen nebst Zubehör zur Erreichung des wolfs-abweisenden Grundschutzes in einem Wolfsgebiet, einem Wolfsverdachtsgebiet sowie in der umgebenden Pufferzone gefördert. Außerdem wird die Anschaffung und Ausbildung von geeigneten Herdenschutzhunden in einem Wolfsgebiet entsprechend zu 100 % gefördert. Die Bagatellgrenze für die Förderung von Präventionsmaßnahmen beträgt 200 €.

Die Antragsunterlagen sind für die im Regierungsbezirk Köln befindlichen Gebiete bei der Bezirksregierung Köln, Dezernat 51 – Natur- und Landschaftsschutz einzureichen.

Der Antrag auf Billigkeitsleistung ist innerhalb von sechs Monaten nach Mitteilung der amtlichen Feststellung zu stellen. Die Feststellung erfolgt durch das LANUV (ACHTUNG: Meldung des Vorfalls an das LANUV innerhalb von 24 Stunden ab Kenntnisnahme). Es muss eindeutig festgestellt worden sein, dass der Wolf Verursacher war oder dies mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausgeschlossen werden kann.

Der Antrag auf Übernahme der Präventionsmaßnahmen ist vor Beginn der Präventionsmaßnahme, das heißt vor Ausschreibung und vor Auftragserteilung, zu stellen.

Melden Sie bitte jede Sichtung eines Wolfes möglichst bald an das Landesumweltamt (LANUV NRW).

Werktags:
Landesumweltamt (LANUV)
Telefon: 02361 305-0

Außerhalb der Geschäftszeiten/am Wochenende:
Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV
Telefon: 0201 714488

E-Mail: wolf_nrw@lanuv.nrw.de

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Bezirksregierung Köln·50606 Köln
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