Billigkeitsleistungen und Zuwendungen nach den "Förderrichtlinien Wolf"


Das Land NRW gewährt Billigkeitsleistungen für durch den Wolf verursachte wirtschaftliche Belastungen sowie in einem Wolfsverdachtsgebiet, einem Wolfgebiet und in einer umliegenden Pufferzone Zuwendungen für Präventionsmaßnahmen.

Als Billigkeitsleistung erfolgt eine Entschädigung der durch den Wolf direkt getöteten Nutz- und Haustiere sowie der infolge eines Wolfsübergriffs später verendeten oder aus Tierschutzgründen getöteten Tiere. Auch der Verlust durch Verwerfen wird entschädigt.

Zudem werden:

  • Ausgaben für einen Tierarzt im Fall der Behandlung oder Einschläferung verletzter Tiere einschließlich der Kosten für Medikamente,
  • Sachschäden an Zäunen und Schutzvorrichtungen, die durch den Wolfsübergriff entstanden sind,
  • Untersuchungskosten für tot aufgefundene Nutz- und Haustiere sowie
  • Gebühren der Tierwertermittlung

entschädigt. Billigkeitsleistungen können für den gesamten Regierungsbezirk Köln beantragt werden.

Als Zuwendung werden in einem Wolfsverdachtsgebiet, einem Wolfsgebiet und in einer Pufferzone um ein Wolfsgebiet Investitionen in vorbeugende Herdenschutzmaßnahmen zum Schutz von Schafen, Ziegen und Gehegewild gefördert. Die Anschaffung und Ausbildung von geeigneten Herdenschutzhunden wird nur in einem Wolfsgebiet gefördert.

Zuwendungen können beantragt werden innerhalb des Wolfsgebietes Eifel – Hohes Venn und seiner Pufferzone zum Wolfsgebiet gehören:

  • Städteregion Aachen: Stadt Monschau, Gemeinden Roetgen und Simmerath
  • Kreis Euskirchen: Stadt Schleiden und Gemeinde Hellenthal

zur Pufferzone gehören:

  • Städteregion Aachen: Städte Aachen, Eschweiler und Stolberg
  • Kreis Düren: Städte Düren, Heimbach und Nideggen; Gemeinden Hürtgenwald, Kreuzau und Langerwehe
  • Kreis Euskirchen: Stadt Mechernich, Gemeinden Blankenheim, Dahlem, Kall und Nettersheim

des Wolfsgebietes Oberbergisches Land und seiner Pufferzone

zum Wolfsgebiet gehören:

  • Oberbergischer Kreis: Stadt Waldbröl, Gemeinden Morsbach und Nümbrecht
  • Rhein-Sieg-Kreis: Städte Hennef (Sieg), Lohmar und Siegburg, Gemeinden Eitorf, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth und Windeck

zur Pufferzone gehören:

  • Oberbergischer Kreis: Städte Bergneustadt, Gummersbach und Wiehl, Gemeinden Lindlar, Reichshof und Engelskirchen
  • Rheinisch-Bergischer-Kreis: Städte Bergisch Gladbach, Rösrath und Overath, Gemeinde Kürten
  • Rhein-Sieg-Kreis: Städte Bad-Honnef, Königswinter, Sankt Augustin, Troisdorf und Niederkassel
  • Stadt Bonn: rechtsrheinisch

Natürliche und juristische Personen des Privatrechts sowie Personengesellschaften mit landwirtschaftlichem Haupt- oder Nebenerwerb.

Bei der Billigkeitsleistung 100 % des Betrages der amtlichen Wertermittlung für die Tiere sowie der oben genannten sonstigen Kosten.

Im Rahmen der investiven Präventionsmaßnahmen werden 100 % der Kosten für die Optimierungen und Neuanschaffungen von Schutzzäunen nebst Zubehör zur Erreichung des wolfsabweisenden Grundschutzes sowie der Anschaffung und Ausbildung eines Herdenschutzhundes gefördert. Die Bagatellgrenze beträgt 200 €.

Wo ist der Antrag zu stellen? Die Antragsunterlagen sind bei der Bezirksregierung Köln, Dezernat 51 – Naturschutz, Landschaftsschutz und Fischerei einzureichen.

Der Antrag auf Billigkeitsleistung ist innerhalb von sechs Monaten nach der amtlichen Feststellung zu stellen. Die Feststellung erfolgt durch das Landesumweltamt (LANUV) NRW. (ACHTUNG: Meldung des Vorfalls an das LANUV innerhalb von 24 Stunden ab Kenntnisnahme)

Der Antrag auf Übernahme der Präventionsmaßnahmen ist vor Beginn der Präventionsmaßnahme, das heißt vor Auftragserteilung, zu stellen.

Melden Sie bitte jede Sichtung eines Wolfes möglichst bald an das Landesumweltamt (LANUV NRW).
Telefon: 02361 305-0

Außerhalb der Geschäftszeiten/am Wochenende:

Nachrichtenbereitschaftszentrale
Telefon: 0201 714488
E-Mail: wolf_nrw@lanuv.nrw.de

Haben Sie Fragen?
Postanschrift
Bezirksregierung Köln·50606 Köln
Wolfsgebiet Oberbergisches Land mit Pufferzone
Frau Bittner
  T: (49)0 221-147 3412
  E-Mail schreiben

Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn mit Pufferzone:
Frau Limbach
  T: (49)0 221-147 3408
  E-Mail schreiben