Grundwasser


Mit den folgenden Informationen wird Ihnen der Entwurf des Maßnahmenprogramms für das Grundwasser im Regierungsbezirk Köln vorgestellt. Die Maßnahmenplanung basiert auf den ermittelten mengenmäßigen und chemischen Belastungen der Grundwasserkörper.

Bislang sind mengenmäßige Belastungen vor allem auf Bereiche der Braunkohlegewinnung beschränkt, die so bedeutend und langfristig sind, dass von weniger strengen Umweltzielen Gebrauch gemacht werden muss (s. Hintergrundpapier Braunkohle): Maßnahmen müssen sich hier darauf beschränken, die Wasserentnahme auf das notwendige Mindestmaß zu begrenzen und die Auswirkungen der Grundwasserabsenkung auf Oberflächengewässer und grundwasserabhängige Landökosysteme so gering wie möglich zu halten. Diese Maßnahmen haben bereits vor dem Inkrafttreten der WRRL begonnen und müssen kontinuierlich fortgesetzt werden. Der jetzt festgelegte Ausstieg aus der Braunkohleförderung wird sich erst in ein bis zwei Jahrzehnten anfangen, positiv auf den mengenmäßigen Zustand auszuwirken und hat daher jetzt noch keine Auswirkungen auf den vorliegenden Entwurf des Maßnahmenprogramms. Das fortlaufende Monitoring belegt die grundsätzliche Wirksamkeit der Maßnahmen. Die Bewertung der Grundwasserkörper zeigt aber, dass hier vermutlich in den nächsten Jahren zusätzliche Anstrengungen zur Stabilisierung der Grundwasserstände erforderlich sind, um zusätzlichen Belastungen aus dem Wettergeschehen - als Zeichen des anstehenden Klimawandels - entgegenzuwirken.

Im Verlauf der vorangegangenen Bewirtschaftungszyklen wurden zahlreiche Maßnahmen begonnen und teilweise auch abgeschlossen. Vor allem bei den Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen durch Nitrat und Pflanzenbehandlungsmitteln aus der Landwirtschaft handelt es sich aber um langfristige Vorhaben, die allein aufgrund der Wirkungszeiträume über die komplette Laufzeit der WRRL und wohl auch darüber hinaus verfolgt werden müssen.

Die aktuelle Bestandsaufnahme hat gezeigt, dass sich der chemische Zustand bei einigen Grundwasserkörpern im Regierungsbezirk Köln verbessert hat. Dies betrifft vor allem die Zielverfehlung durch Überschreitung der Nitratgrenzwerte und kann als Auswirkung der veränderten Düngung aus den vorangehenden Jahren gewertet werden.

Stoffliche Belastungen des Grundwassers gehen auch von den Einflüssen des Bergbaus und Einträgen aus gewerblicher Nutzung sowie Altlasten aus. Die Sanierung solcher Belastungen ist oft langwierig (Altlasten) oder muss langfristig angelegt werden, wenn die Belastung noch anhält (Braunkohle). Bei entsprechenden Maßnahmen wurde vielfach bereits mit der Umsetzung begonnen, die auch über die gesamte Zeitdauer der EG-WRRL fortgesetzt werden muss. So sorgt zum Beispiel die Einbringung von zusätzlichem Kalk in die Abraumkippen des Braunkohleabbaus dafür, dass die notwendigen Pufferkapazitäten aufgebaut werden, um einer Versauerung des durchfließenden Regenwassers und des späteren Grundwasseranstiegs entgegenzuwirken.

Im Rahmen dieser Internetseite bietet die Bezirksregierung Köln interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über den Entwurf des Maßnahmenprogramms zu informieren und zu den vorgeschlagenen Programmmaßnahmen Stellung zu nehmen.

Die Informationen wurden in unterschiedlichen digitalen Formaten aufbereitet: so besteht die Möglichkeit sich den Entwurf des Maßnahmenprogramms je Grundwasserkörper (GWK) in einem Video mit weiteren Hintergrundinformationen oder als pdf-Datei ohne weitere Informationen anzusehen.

Des Weiteren finden Sie ergänzende Vorträge, mit Erläuterungen und Hintergrundinformationen zur Wasserrahmenrichtlinie im Bereich Grundwasser.

Bei den Vorträgen handelt es sich nicht um klassische PowerPoint-Präsentationen. Zum besseren Verständnis wurden die Foliensätze mit den nötigen ergänzenden Informationen vertont.

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