Umgang mit sonstigen radioaktiven Stoffen


Am 31.12.2018 sind die neue Strahlenschutzverordnung und weitere Teile des Strah-lenschutzgesetzes in Kraft getreten. Die Bezirksregierung Köln informiert im Folgenden über die wesentlichen Änderungen, die sich für Ihr Anwendungsgebiet ergeben.

Für einige ausgewählte Anwendungsbereiche ergeben sich weitere spezielle Änderungen im neuen Strahlenschutzrecht. Neben den allgemeinen Neuerungen sind im Folgenden die Regelungsinhalte zusammengestellt, die für diejenigen relevant sind, die mit sonstigen radioaktiven Stoffen umgehen.

Grundsätzlich gilt eine Genehmigung für den Umgang mit sonstigen radioaktiven Stoffen, die vor dem 31. Dezember 2018 erteilt worden ist, als Genehmigung nach dem Strahlenschutzgesetz mit allen Nebenbestimmungen fort.

Allerdings gibt es Ausnahmen, bei denen der Behörde bestimmte Nachweise - unter Einhaltung einer vorgegebenen Frist - vorgelegt werden müssen, damit die Genehmigung weiterhin ihre Gültigkeit behält.

Dies gilt für

  • den Umgang mit hochradioaktiven Quellen (HRQ),
  • die Behandlung von Menschen mit individuellem Bestrahlungsplan,v
  • standardisierte Behandlung von Menschen und
  • die Untersuchung von Menschen, bei der die zu untersuchende Person erheblicher Exposition ausgesetzt sein kann

Beim Umgang mit HRQ müssen

  • ein Verfahren für den Notfall und
  • geeignete Kommunikationsverbindungen vorhanden sind

Dies muss der zuständigen Behörde bis zum 31. Dezember 2020 nachgewiesen werden.

Bei einer Umgangsgenehmigung, die im Zusammenhang mit der Anwendung am Menschen für eine Behandlung mit radioaktiven Stoffen und ionisierender Strahlung erteilt worden ist, der ein individueller Bestrahlungsplan zugrunde liegt, muss sichergestellt sein, dass

  • ein Medizinphysik-Experte (MPE) zur engen Mitarbeit hinzugezogen werden kann,
  • MPEs in ausreichender Anzahl als weitere Strahlenschutzbeauftragte bestellt sind und
  • gewährleistet ist, dass das für die sichere Ausführung der Tätigkeit notwendige Personal in ausreichender Anzahl zur Verfügung

steht

Dies muss der zuständigen Behörde bis zum 31. Dezember 2020 nachgewiesen werden.

Bei einer Umgangsgenehmigung die im Zusammenhang mit der Anwendung am Menschen für eine standardisierte Behandlung mit radioaktiven Stoffen sowie zur Untersuchung mit radioaktiven Stoffen, die mit einer erheblichen Exposition der untersuchten Person verbunden sein kann, muss sichergestellt sein, dass

  • ein MPE zur Mitarbeit hinzugezogen wird
  • ein MPE als weiterer Strahlenschutzbeauftragter bestellt ist, sofern dies aus organisatorischen oder strahlenschutzfachlichen Gründen geboten ist
  • gewährleistet ist, dass das für die sichere Ausführung der Tätigkeit notwendige Personal in ausreichender Anzahl zur Verfügung steht

Dies muss der zuständigen Behörde bis zum 31.12.2022 nachgewiesen werden.

Haben Sie Fragen?
Postanschrift
Bezirksregierung Köln·50606 Köln
Sammelrufnummer
  T: (49)0 221-147 4977