Zeche Sophia-Jacoba nimmt „Förderung“ auf


Zeche Sophia-Jacoba nimmt „Förderung“ auf

© Bezirksregierung Köln

Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (SIG) erhält von der Bezirksregierung Köln rund 3 Millionen Euro für die Sanierung des denkmalgeschützten Fördergerüsts Schacht 3 samt Schachthalle auf dem ehemaligen Zechengelände Sophia-Jacoba in Hückelhoven. Regierungspräsidentin Gisela Walsken händigte den Zuwendungsbescheid persönlich an SIG-Geschäftsführerin Ursula Mehrfeld aus: „Die Stiftung ist aufgrund ihrer erworbenen Kompetenz ein anerkannter Akteur und wichtiger Partner bei der Bewältigung dieser Aufgaben – im Übrigen ist dies die erste Fördermaßnahme in unserem Regierungsbezirk. Besonders freue ich mich, dass die Erhaltung des historischen Erbes in Hückelhoven auch durch zahlreiche Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler mitgetragen wird“.

Die Stadt Hückelhoven steht vor der Herausforderung ihr ehemaliges Bergbauareal der 1997 stillgelegten Zeche Sophia-Jacoba als denkmalgeschütztes Erinnerungszeichen städtebaulich zu integrieren. Hierzu gehört das darauf verbliebene Fördergerüst über Schacht 3 mit dem zugehörigen Maschinenhaus. Seit 2010 ist die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur Eigentümerin des Industriedenkmals.

Der Förderturm von 1929/34 ist eines der wenigen Zeugnisse der Bergbaugeschichte in Hückelhoven. Zusammen mit dem Maschinenhaus soll er der Öffentlichkeit weiterhin zugänglich sein, ist derzeit aber stark sanierungsbedürftig. In den Folgejahren beabsichtigt die Stadt Hückelhoven das Zechengelände und die angrenzende Bergarbeitersiedlung aufzuwerten. Die beantragten Sanierungsmaßnahmen sollen zum Erhalt des Industriedenkmals und seiner sicheren Nutzung durch die Öffentlichkeit beitragen. In Zusammenarbeit mit dem „Förderverein Schacht 3 Hückelhoven e.V.“ finden regelmäßig Führungen und organisierte Veranstaltungen statt.