Bezirksregierung Köln erörtert den Neubau einer 320-kV-Höchstspannungsgleichstromverbindung (Erdkabelleitung) der Amprion GmbH von Niederzier-Oberzier bis Aachen-Lichtenbusch (ALEGrO)


Die Bezirksregierung Köln hat diese Woche in einem nichtöffentlichen Termin die im Planfeststellungsverfahren für den Neubau der 320-kV-Höchstspannungsgleichstromverbindung (Erdkabelleitung) der Amprion GmbH von Oberzier bis Aachen-Lichtenbusch (ALEGrO) eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen erörtert.

„Mit dem Ablauf und den Ergebnissen des Erörterungstermins sind wir sehr zufrieden“, teilte die Regierungspräsidentin Gisela Walsken mit. „Vor allem durch die ruhige und sachlich geführte Diskussion der vom Vorhaben Betroffenen konnte die für drei Tage angesetzte Erörterung bereits am Ende des ersten Tages abgeschlossen werden.“

Der deutsche Übertragungsnetzbetreiber Amprion plant zusammen mit dem belgischen Netzbetreiber Elia den Neubau einer rd. 100 km langen Gleichstromverbindung von Niederzier-Oberzier im Kreis Düren bis nach Lixhe in Belgien. Das Projekt trägt den Namen „ALEGrO“ (Aachen Lüttich Electricity Grid Overlay) und ist nach Fertigstellung die erste Netzverbindung zwischen Belgien und Deutschland, deren Kapazität bei 1000 Megawatt liegt.

Grund für den Erörterungstermins war es nach Möglichkeit einen Ausgleich zwischen den betroffenen privaten und öffentlichen Interessen herbeizuführen. Außerdem verschafft sich die Bezirksregierung Köln durch den Austausch von Informationen und Stellungnahmen eine tragfähige Grundlage für ihre spätere Entscheidung über den Antrag zu dem Vorhaben. Ihr obliegt in dem Termin eher eine moderierende Rolle mit vermittelnder Funktion, da im Erörterungstermin keine Entscheidungen getroffen werden. Können sich die Parteien nicht einigen, bleiben die vorgetragenen Aspekte gegensätzlich bestehen. Mit den offen gebliebenen Aspekten, die sowohl für als auch gegen das Vorhaben sprechen, hat sich die Bezirksregierung Köln nun in den nächsten Wochen zu befassen, diese miteinander abzuwägen und eine Entscheidung über das Vorhaben zu treffen. Nach aktuellem Stand ist mit einer solchen Entscheidung frühestens im 3. Quartal 2018 zu rechnen.