Masterplan für ein verbessertes Projektmanagement


„Der Investitionsstau bei den Bundesfernstraßen ist so groß, dass nicht alle Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt werden können“, gab Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär des Verkehrsministeriums NRW, auf der 16. Konferenz zur Koordinierung des Baustellenmanagements im Plenarsaal der Bezirksregierung Köln offen zu.

Mit dem im Koalitionsvertrag angekündigten Masterplan zur Umsetzung des Fernstraßenbedarfsplans hat die Landesregierung aber nun ein Instrumentarium in der Hand, um den Fahrplan für die wichtigsten Projekte in den kommenden Jahren aufzuzeigen. Der Masterplan zeigt, wie die Landesregierung die vom Bund beauftragten Straßenprojekte abarbeiten wird. Er dient als Steuerungsinstrument für den ausführenden Landesbetrieb Straßenbau.NRW und ist die Grundlage für ein verbessertes Projektmanagement.

„Mit dem Masterplan schafft die Landesregierung eine neue Transparenz über Projekte und ihre Abläufe. Er gibt Auskunft darüber, wann nach heutigem Erkenntnisstand die Planung der einzelnen Projekte voraussichtlich aufgenommen und wann der Bau nach gegenwärtiger Planung abgeschlossen sein kann“, so Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Allein für Nordrhein-Westfalen hat die Bundesregierung im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen 200 Straßenprojekte mit einem Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 festgelegt.

„Die Straßen haben existentielle Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. Rund 90% der Personenverkehrsleistungen und rund 70% der Güterverkehrsleistungen werden auf der Straße erbracht. Die Qualität der Infrastruktur muss durch ein leistungsfähiges Straßennetz erhalten und verbessert werden“, erklärt Walsken.

Dementsprechend investiert die neue Landesregierung massiv in den Ausbau der Planungs- und Genehmigungskapazitäten und dokumentiert damit, dass der Erhalt und Ausbau der Bundesfernstraßen in Nordrhein-Westfalen wieder politische Priorität haben. Zum Beispiel werden die Mittel für externe Planungsleistungen deutlich erhöht und die Genehmigungskapazitäten bei den Bezirksregierungen mit 13 neuen Stellen deutlich ausgebaut.

Im Regierungsbezirk sollen noch in diesem Jahr folgende Planfeststellungen durch die Bezirksregierung Köln eingeleitet werden:

  • A1 Ausbau der Tank- und Rastanlage Ville
  • A61 Ausbau der Tank- und Rastanlage Peppenhoven Ost und West
  • 4-streifiger Ausbau der L183 in Frechen
  • Neubau der Wupperbrücke im Zuge der L81 in Dahlhausen

Eine Übersicht des Arbeitsprogramms 2018 für die Bundesfernstraßen im Regierungsbezirk Köln befindet sich im Anhang.


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